
BerlinDie FDP kann aufatmen. Der Parteitag in Berlin ist im Sinne der Parteiführung gelaufen. Der neue, alte Vorsitzende Philipp Rösler hat sich gut behauptet. Mit einer kämpferischen Rede hat er die Delegierten versöhnt. Und er hat bei seiner Wiederwahl ein achtbares Ergebnis eingefahren.
Der 40-Jährige erhielt mit 85,7 Prozent zwar deutlicher weniger Stimmen als bei seiner ersten Wahl (95,1 Prozent). Doch die letzten Wochen liefen für den Wirtschaftsminister und Vizekanzler so gut, dass ein noch schlechteres Ergebnis niemand verstanden hätte. Im Übrigen kam bei den Delegierten auch gut an, dass Rösler eigene Fehler zugab. Da wirken dann Appelle an die Geschlossenheit der Partei umso überzeugender und glaubwürdiger – und werden auch unterstützt.
Mit der Rösler-Wahl nahm die FDP zugleich ihr großes Parteitagsziel ins Visier, nämlich die Machtverhältnisse zu klären. Dass Röslers Rechnung gleich mit der Wahl seines ersten Stellvertreters aufging, unterstreicht einmal mehr, dass der heutige Tag für ihn so etwas wie eine politische Wiedergeburt war. Als er nach seiner Rede schon ganz en entspannt auf der Bühne sitzt, wird das Ergebnis für seinen vermeintlichen künftigen Konkurrenten, den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Christian Lindner verkündet - nur 77,8 Prozent. Spätestens da ist klar: Rösler ist die unangefochtene Nummer eins.
Rösler, bisher Bundesgesundheitsminister, löst Rainer Brüderle als Wirtschaftsminister ab und steigt zum Vizekanzler auf.
Auf dem Parteitag in Rostock wird Rösler mit 95,1 Prozent als jüngster FDP-Vorsitzender und Nachfolger von Guido Westerwelle gewählt. Rösler verspricht: „Ab heute wird die FDP liefern.“
Die FDP fliegt mit 2,4 Prozent in Bremen aus der Bürgerschaft.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kassiert die FDP mit 2,8 Prozent die nächste Niederlage.
Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin landen die Liberalen bei 1,8 Prozent.
Generalsekretär Christian Lindner tritt überraschend zurück.
Die Parteispitze setzt sich bei einem Mitgliederentscheid knapp mit ihrem Kurs bei der Euro-Rettung durch.
Nachdem das Jamaika-Bündnis mit CDU und Grünen im Saarland geplatzt ist, stürzt die FDP bei der folgenden Landtagswahl auf 1,2 Prozent ab.
Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein wird die schwarz-gelbe Koalition abgewählt. Mit Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki erringen die Liberalen aber 8,2 Prozent.
Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gewinnt Rot-Grün, mit Lindner an der Spitze kommen die Liberalen jedoch auf 8,6 Prozent. Im Bund bleiben die Umfrage in den folgenden Monaten desaströs.
Entwicklungsminister Dirk Niebel verlangt beim Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart offen ein neues Führungsteam. Er fordert, den für Mai geplanten Parteitag vorzuziehen.
Zwei Tage vor der Niedersachsen-Wahl plädieren auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle und Lindner für ein Vorziehen des Parteitages.
Die FDP erreicht bei der Landtagswahl in Niedersachsen sensationelle 9,9 Prozent, viele Stimmen kommen von CDU-Wählern.
Die FDP-Führung einigt sich darauf, dass Rösler Parteivorsitzender bleibt. Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl soll Brüderle werden. Der Parteitag wird von Mai auf März vorgezogen.
Dirk Niebel, einer der größten Widersacher Röslers, musste diese Erkenntnis ebenfalls schmerzlich zur Kenntnis nehmen. Überhaupt hat sein baden-württembergischer Landesverband bei diesem Parteitag keinen guten Stand. Um es deutlich zu sagen: Die Südwest-Liberalen hätten um ein Haar kein Rolle mehr in der Bundesparteispitze gespielt, wenn am Ende nicht noch Parteichef Rösler das ganz große Desaster verhindert hätte. Erst traf es die Landeschefin Birgit Homburger, die in einer Kampfabstimmung um einen Stellvertreterposten dem sächsischen Landesvorsitzenden Holger Zastrow unterlag.

gibt FDP DEFINITION VON FREIHEIT MAL ???
FÜHLER mich , MIT NUR WORT VERBRAUCHEN , VERARSCHT .WILL VERSTEHEN WAS mein GEGNER DRUNTER VERSTEHT UND IST NICHT WAS ich DRUNTER VERSTEHE .
ATHEIST SICH Gott
SOUVERÄN
Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

Ich habe noch was vergessen.
Ausdrücklich weise ich darauf hin, dass es nicht die Worte der französischen Königin Marie Antoinette waren (wie vielfach fälschlicherweise behauptet) aber es passt auf Rösel und seinen FDP Klüngel. Im Armutsbereicht der Bundesregierung könnte auch stehen:
"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen!"

Die FDP kann aufatmen? Ist das Ihr Ernst? Die Berichterstattung über die FDP erinnert mich an die Wochenschauen vom April 1945, als man noch den Endsieg beschwor. Gut, dass diese Partei mit ihrem gesamten, schmierig öligen Führungspersonal im Herbst in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Die Fälschung des Armutsberichtes war wohl der letzte Sargnagel für diese abgehobenen Schleimer. Sinngemäß Worte von Rösler: "Was wollt ihr denn - in Deutschland ist niemand arm - mir geht es doch blendent!" Wenn diese Truppe noch einmal in den Bundestag kommen sollte, ist es besser wir lösen diesen Staat auf und verteilen die Reste gerecht an Frankreich und Polen.
13 Kommentare
Alle Kommentare lesen