Der Streit der Minister um den Ökostrom

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Die Branche ist alarmiert.

Diese Zusage dürfte kaum zu halten sein. Einer der Gründe ist der enorm starke Zuwachs bei der Photovoltaik. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Kapazität von 7500 Megawatt installiert - mehr als je zuvor. Jede Anlage bekommt nach dem EEG über 20 Jahre für jede produzierte Kilowattstunde eine feste Einspeisevergütung garantiert, die über dem Börsenpreis für Strom liegt.
Die stark steigenden EEG-Kosten rufen neben Rösler weitere Kritiker auf den Plan. Das EEG sei "ein in hohem Maße unvernünftiges Gesetz", sagte der Magdeburger Umweltökonom Joachim Weimann dem Handelsblatt. Es sorge für enorme zusätzliche Kosten und sei "komplett redundant", sagte der Hochschullehrer. "Nicht eine einzige Tonne Kohlendioxid wird durch das EEG zusätzlich eingespart. Allein der Emissionshandel definiert die Kohlendioxidreduktion", sagte er.

Auch in der Wirtschaft wächst die Kritik an der Regelung. Die Kosten für erneuerbare Energie seien "viel zu hoch", schreibt Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), in einem Gastbeitrag für die heutige Handelsblatt-Ausgabe. Keitel fordert einen Umbau des EEG und eine Begrenzung der EEG-Umlage für die Industrie. Aus Sicht des Verbands der Familienunternehmer ist die Solar-Förderung ein Beispiel für "extreme Fehlsteuerung".

Wirtschaft Welche Unternehmen vom Klimawandel profitieren

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Die Erneuerbare-Energien-Branche hält Röslers Vorstoß für unverhältnismäßig. "In diesem Jahr werden die Vergütungen gleich zweimal um jeweils 15 Prozent abgesenkt. Was will Herr Rösler denn noch mehr?" sagte Frank Asbeck, Vorstandschef der Bonner Solarworld AG, dem Handelsblatt. Beim Bundesverband Windenergie (BWE) hieß es, wer an den Grundfesten des EEG rüttele, sorge für einen Ausbaustopp. Rösler habe offenbar vergessen, dass die Wirtschaft stabile Rahmenbedingungen benötige, sagte BWE-Präsident Hermann Albers.

Unterstützung erhält die Branche von Grünen-Politikern. Die von Rösler propagierte Umstellung der Förderung bedeute "das Abwürgen der erneuerbaren Energien und damit das Ende eines wirksamen Klimaschutzes", sagte Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn.

  • 18.01.2012, 17:27 UhrAnonymer Benutzer: raff-zahn

    Sonne Wind und Wasser können nur gewinnen und die ewig Gestrigen die uns was von umweltfreundlchen AKWs erzählen werden täglch weniger. Nur ihren Müll den lassen Sie da.

    Deise Bande von Schlafmützen die den Verbraucher jahrzehtelang über dn Strompreis ausgebeutet hat versucht jetzt nen Klassenkampf zwischen PV-Dach-Hausbesitzern und Wohlfahrtsempfängern zu inszenieren. Tatsache ist aber, dass der PV-Dach-Hausbesitzen mit seiner Rendite keine ausländischen Energieversorger schluckt sondern beim Italiener um die Ecke schön essen geht. Nennt sich regionale Wertschöpfung.

  • 17.01.2012, 12:32 UhrWolfgangPress

    Zwei Doppelnullen stritten sich wohl darüber wer den Titel DreifachNull für sich beanspruchen darf. Diese Auszeichnung geht an Röttgen, den größten Blindgänger den es im Nachkriegsdeutschland je gegeben hat.

  • 17.01.2012, 11:39 UhrAlanka

    Zitat: "Nach dem Aus von acht der 17 AKW greift Deutschland verstärkt auf Stromimporte aus Ländern wie Frankreich, Polen und Tschechien zurück, ist 2011 insgesamt aber Nettoexporteur geblieben."

    Das mit dem Nettoexporteur mag mengenmäßig wohl deshalb stimmen, weil große Mengen des überflüssigen und nicht brauchbaren Windstromes an ausländische Betreiber von Speicherkraftwerken verschenkt werden mussten. Aber wie sieht denn die Handelsbilanz bzw. die Gewinn / Verlustrechnung dazu aus? Konnte Deutschland mit den gehandelten Strommengen auch mehr Einnahmen als Ausgaben erwirtschaften? Das muss bezweifelt werden.

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