Röttgen warnt
CDU hat keine Garantie für Volkspartei-Status

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat seine Partei vor einem weiteren Verlust der Zustimmung gewarnt. In den Parteien müsse wieder mehr diskutiert werden, sagte Röttgen.
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HB KÖLN. "Mir geht es darum, dass wir die gesellschaftlichen Alarmsignale, die auch der CDU gelten, ernst nehmen", sagte Röttgen dem Kölner "Express" (Dienstagausgabe). "Die SPD ist bei 20 Prozent angekommen und - vielleicht - schon keine Volkspartei mehr. Und die CDU ist mit derzeit 30 Prozent in den Umfragen - selbst im Stammland Baden-Württemberg - nicht mehr mit Garantie Volkspartei."

In den Parteien müsse wieder mehr diskutiert werden, sagte Röttgen. Als Beispiele nannte er das Thema Wehrpflicht sowie die Auseinandersetzung um das Bahnbauprojekt "Stuttgart 21": "Da geht es offensichtlich um viel mehr als um einen Bahnhof. Dort zeigt sich eine Kluft zwischen Bevölkerung, Staat und Parteien, die gefährlich ist." Es gebe "offenbar eine Gesprächsstörung, ein Akzeptanzproblem, das an dieser Stelle beispielhaft aufbricht", sagte Röttgen, der sich um den Vorsitz in der nordrhein-westfälische CDU bewirbt.

In der Debatte um Integration sprach sich Röttgen gegen eine rechtliche Gleichstellung des Islam mit dem Christentum und dem Judentum aus. "Das Grundgesetz schützt die Glaubensfreiheit jedes Einzelnen, aber, was die institutionelle Anerkennung angeht, gibt es einen Unterschied: Christentum und Judentum gehören zu unseren Grundlagen, der Islam nicht. Also scheidet eine solche Gleichstellung aus.

Kommentare zu " Röttgen warnt: CDU hat keine Garantie für Volkspartei-Status"

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  • Da hat der Herr Röttgen ja völlig Recht. Aber so lange die CDU eine Kanzlerin hat, die nur Diktatur kann und will, wird das nicht klappen
    Henryk M. broder sprach von einer "Verostung" des Landes, da kann ich ihm nur zustimmen.
    Merekl regiert erstens gar nicht, sie rustscht nur auf dem bauch, wenn brüssel piep macht und wenn andere Länder schreien. Vorrangig ihr ehemaliges sozialistisches bruderland Polen und dann noch Herr Erdogan.
    Deutschland braucht endlich wieder selbstbewußte Politiker, die zum Wohle unseres Landes arbeiten. Dies jedoch ist nicht mehr.
    Unsere Politiker haben vergessen, dass sie ein Amt innehaben und Deutschland zu dienen haben.
    Vielleicht sollten unsere zum größten Teil antideutschen Politiker mal darüber nachdenken:
    "Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten." Gottfried benn

  • Hallo Hr. Röttgen,

    wollen Sie nicht Ministerpräsident in bW werden?

    Aufrechte Charaktere suchen die Menschen hier verzweifelt.

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