Rogowski will auf Manager im Aufsichtsrat nicht verzichten
BDI-Chef will an Vorstandswechsel in Aufsichtsrat festhalten

BDI-Chef Rogowski will den Wechsel von ausgeschiedenen Vorständen in den Aufsichtsrat nicht verbieten: Der Sachverstand und die Erfahrung der Manager seien unverzichtbar für das Unternehmen.

HB BERLIN.

Der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) will Ex-Vorständen nicht verbieten, in den Aufsichtsrat eines Unternehmens zu wechseln. Damit sprach sich Michael Rogowski gegen das von den Grünen geforderte Verbot aus. Es könne dabei zwar «bisweilen zu Konflikten» kommen, andererseits sollten die Unternehmen nicht ohne weiteres auf die Erfahrungen, den Sachsverstand und die interne Kenntnis des ehemaligen Managements verzichten, sagte der BDI-Präsident der Zeitung «Die Welt», wie das Blatt vorab am Freitagabend berichtete.

Nach Ansicht von Rogowski ist es außerdem sehr schwierig, geeignete Persönlichkeiten für die Aufgaben des Aufsichtsrates zu finden. Rogowski lobte in diesem Zusammenhang den Kompromiss, den der Deutsche Corporate Governance Kodex gefunden hat. Dieser schreibt vor, dass nur zwei ehemalige Vorstandsmitglieder im Aufsichtsrat sitzen dürfen.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen, Fritz Kuhn, hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, den Wechsel von Ex-Vorständen in die Aufsichtsratsspitze gesetzlich zu verbieten. Er hatte ein klare Trennung zwischen der Exekutive eines Unternehmens und denen, die sie im Aufsichtsrat kontrollierten, gefordert. In Deutschland ist dies gänge Praxis: In mehr als der Hälfte der Dax-Unternehmen sitzen ausgeschiedene Vorstände an der Spitze des Kontrollgremiums

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