Rosemarie Kerkow-Weil & Stephan Weil: Familien-Drama in Niedersachsen

Rosemarie Kerkow-Weil & Stephan Weil
Familien-Drama in Niedersachsen

Stephan Weil kämpft um den Posten des niedersächsischen Ministerpräsidenten, seine Frau bangt um ihren Job als Hochschul-Präsidentin. Der Vorwurf der Uni: ihr miserabler Führungsstil.
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Berlin/DüsseldorfMit Dramen kennen die Niedersachsen sich aus, auch mit Verbandelungen. Zuletzt beispielsweise zwischen Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU) und Unternehmer Carsten Maschmeyer. Auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder war verbunden mit dem Unternehmer, wo eigentlich keine Verbindung hingehört. Mit diesem Klüngel hat das, was gerade an der Hochschule Hannover abläuft, erst einmal nichts zu tun. Und doch bleibt ein ungutes Gefühl zurück, denn dort könnte sich ein weiteres Drama anbahnen – ein Familiendrama.

Denn es sind Schicksalstage für die Familie Weil: Während sich Stephan Weil anschickt, am 20. Januar für die SPD die Landtagswahl zu gewinnen und vom Hannoveraner Oberbürgermeister zum Ministerpräsidenten zu avancieren, könnte seine Frau noch in dieser Woche ihr Amt verlieren.

Als Präsidentin der Hochschule Hannover steht Rosemarie Kerkow-Weil unter massivem Beschuss. Professoren, Hochschulmitarbeiter und Studenten werfen der 58-jährigen Pflegewissenschaftlerin einen autoritären Führungsstil und schlechte Finanzplanung vor. Die Lehranstalt musste zuletzt ein Defizit von 1,24 Millionen Euro verbuchen.

Nun will der Senat der Hochschule in dieser Woche abstimmen, ob Kerkow-Weil und ihre drei Stellvertreter abtreten sollen. Öffentlich dazu äußern wollten sich die Senatsmitglieder auf Anfrage nicht, es sei Stillschweigen über die Angelegenheit vereinbart worden. Doch 150 Professoren versichertem dem Senat und seinem Abwahlantrag mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung zu.

Kommentare zu " Rosemarie Kerkow-Weil & Stephan Weil: Familien-Drama in Niedersachsen"

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  • Warum ist der Artikel so einseitig? U.a. wird nicht erwähnt, dass der Schlichtungsversuch durch das Wissenschaftministerium nicht gelang, weil die Professorenschaft sich weigerte, Ihre Gründe für den Streit zu nennen (!).
    Mir sind die realen Gründer weiter schleierhaft, was eigentlich los ist.
    Wenn man keinen Grund hat, nennt man es wohl "schlechte Kommunikation" der Gegenseite. Oder geht es doch nur um gekränkte Eitelkeiten, weil die Professoren weniger Boni bekommen?

  • Wie Dieter Nuhr einmal treffend sagte: "Hannover, das Palermo Deutschlands...."

    Nur gibt es Palermo besseres Wetter und besseres Essen!

  • "Geld ist ein scheues REH, sobald sich die Sozis blicken lassen, ist es weg........"

    Schön gesagt :-)

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