Rot-Grün und Opposition gegen Einsatz deutscher Soldaten im Irak
Seltene Einigkeit

Über das Schicksal der beiden dort vermissten deutschen Sicherheitsbeamten gibt es weiter keine Gewissheit. Angesichts dieser Nachricht haben sich Außen- und Sicherheitsexperten von Koalition und Opposition übereinstimmend erneut gegen einen Einsatz deutscher Soldaten im Irak ausgesprochen.

HB BERLIN. Man gehe nach wie vor davon aus, dass sie „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ ums Leben gekommen seien, sagte ein Sprecher am Dienstag in Berlin.

Ein Einsatz deutscher Soldaten kommt für den SPD-Innenexperten Dieter Wiefelspütz nicht in Frage. Daran werde auch ein UN-Mandat nichts ändern, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag). „Das ist nicht zuletzt eine Sache der eigenen Glaubwürdigkeit.“

Unions-Fraktionsvize Wolfgang Schäuble (CDU) sagte im Deutschlandfunk: „Die Bundeswehr ist mit ihrem Engagement in Afghanistan,..., ja schon ungeheuer stark belastet.“ Insgesamt forderte er jedoch ein stärkeres Engagement der internationalen Staatengemeinschaft und mehr Verantwortung der Europäer.

Der Sicherheitsexperte der Grünen-Fraktion, Winfried Nachtwei, sagte im SWR, zur Entschärfung der Lage könne nur die US-Regierung durch einen „radikalen Kurswechsel“ beitragen. Ein Nato-Einsatz im Irak könne die in Afghanistan und auf dem Balkan gewonnene Glaubwürdigkeit des Bündnisses beschädigen.

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