Rot-Grünes-Schreckgespenst: „Wir überlassen diesen Fuzzis nicht unser Land“

Rot-Grünes-Schreckgespenst
„Wir überlassen diesen Fuzzis nicht unser Land“

Als Sturmspitze der FDP soll Rainer Brüderle punkten. Der Gegner des neuen Spitzenkandidaten ist Rot-Grün. Doch er kämpft auch mit der eigenen Vergangenheit – von den jüngsten Verletzungen hat er sich noch nicht erholt.
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BerlinRainer Brüderle steht hinter dem gelben Rednerpult und hält seinen rechten Zeigefinger in die Luft. Es ist kein erhobener Finger, es ist ein stupsender Finger. Der neue Spitzenkandidat soll am Sonntag mit seiner Rede auf dem FDP-Parteitag die Basis und die Wähler aufrütteln. Aber das kommt erst später – erst mal wird gestupst.

Brüderles Rede beginnt eine halbe Stunde früher als geplant. Die Delegierten und Pressevertreter laufen noch wild durch den Raum, als der FDP-Fraktionschef oben auf der Bühne schon anfängt über die US-amerikanische Verfassung und das in ihr verankerte Streben nach Glück zu sprechen.

Es herrscht Unruhe im Kongresscenter des Berliner Estrel-Hotels, und unruhig ist auch Brüderle. Er blickt oft auf seine Rede, ist weniger präsent als sonst. Er spricht über Amerika, das Land, das auf dem Streben nach Glück gegründet wurde. Das Land, das so viel früher als Deutschland seinen Weg zur Demokratie und zur freien, sozialen Marktwirtschaft gefunden hat.

Er spricht über den schwierigen Weg Deutschlands und den Beitrag der FDP, diesen Weg zu finden. Über die neue Ost-Politik, über FDP-Politiker, die mächtig Eindruck hinterlassen haben, über Walter Scheel und Hans Dietrich Genscher. Ein Kapitel der FDP, das die ewigen Personaldebatten, das Hadern und Zaudern bei so vielen inhaltlichen Fragen, die anhaltenden Machtkämpfe mit den Koalitionspartnern in den vergangenen Jahren haben vergessen lassen.

„Es wird immer welche geben, die uns weghaben wollen“, sagt Brüderle. „Lasst euch nicht einschüchtern von diesen Gegnern der Freiheit“, erklärt der neue Spitzenmann im Bundestagswahlkampf und spricht dabei vielleicht vor allem zu sich selbst. Auch wenn die FDP es ihm nicht übel nimmt, die Dirndl-Affäre und die Sexismus-Debatte um ihn, der doch die gleichen Rechte für alle und auch für die Frauen verteidigen soll, haben Brüderle doch zugesetzt.

„Wir verteidigen die Freiheit, auch mal Fehler machen zu können. Wir verteidigen die Freiheit der zweiten Chance“, sagt Brüderle und wirkt dabei, als ob er vor allem seine Freiheit, die Freiheit auf direkte Worte, und ja, auch auf Altherrenwitze, verteidigen möchte. Die Menge klatscht höflich.

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„SPD hat Fettnapf-Suchmaschine aufgestellt“

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Das Streben nach Glück

Kommentare zu " Rot-Grünes-Schreckgespenst: „Wir überlassen diesen Fuzzis nicht unser Land“"

Alle Kommentare
  • Eine demokratische Partei muss auch Menschen aushalten können, die anderer Meinung sind, als ihre eigenen Wähler. Darüber sollten die Grünen einmal nachdenken. Hitler hat es sich auch so einfach gemacht und einfach alle verboten oder weggesperrt, die nicht in sein Weltbild passten.

  • @kubitzki

    Die FDP ist nur eine andere Facette dieses Kindertheaters im Bundestag. Demnach hätten Sie auch in der SPD bleiben können.

  • @Anleihenspezialist

    Die "Alternative für Deutschland" wählen und sich über die FDP in irgendeiner Form abwertend auslassen schließt sich nicht aus.

  • Hoffentlich werden solche Leute,wie Brüderle und co für ihre
    aussagen und Dummheiten bestraft.Irgendwann muß doch auch der
    Deutsche Michel merken,das unsere,,,, Politiker überflüssig sind.Weg damit.Ich bete zu Gott,das solche Futzis
    erbarmungslos zur Rechenschaft gezogen werden! Ich erinnere
    nur an die erkauften Dr.Tittel.Jeder normal Bürger währ sein Leben nicht merhr froh geworden.Bei den Banditen heißt
    es dann einfach,aus Gesundheitlichen Gründen,siehe Beck.Also denkt mal alle nach.Die große Chance im Herbst für uns alle,noch zu retten was zu retten ist!

  • Die "Alten Kämpfer" der FDP sitzen fast alle auf gut bezahltewn Posten der EU (Bangemann,Verheugen usw.) !

  • @Waehler

    Niemand braucht gefährliche NULLNUMMERN!

    Zeigen ihre Worte doch sehr deutlich, sie sind im Größenwahn verhaftet!

    Liberal?
    Sie sind auch noch extrem gestört!
    Wenn die FDP liberal ist, dann bin ich PABST!
    Niemand braucht FDP GRÜNE CDU SPD CSU LINKE, niemand!
    Denn, sie sind strunzdumm und extrem gefährlich!


    „>Jahrzehnte< habt ihr eure TOTALE Unfähigkeit bewiesen!“
    Die „Alle“ haben nicht mehr den Hauch einer Chance verdient!
    Euer „ALLER“ Ende sollte „zeitnah“ eingeläutet werden!

    Besser für Deutschland, besser für die Deutschen und ganz Europa!

  • Wozu es diese Partei gibt ist mir auch schleierhaft. Aber für die "Demokratie" in D unverzichtbar, denn so wird dem Volk immer noch vorgeschwindelt dass es soetwas wie Meinungsvielfalt gäbe. Die Einheitspartei CDU/SPD/Grüne/FDP hat keine echte Alternative - bis jetzt. Bleibt nur zu hoffen dass viele Leute endlich mal aufwachen und die Alternative für Deutschland wählen.

  • Ist es Ihnen nicht Peinlich mit solchen "Wortlosen Hülsen" den Öffentlich rechtlichen Kanal zu verstopfen?Mir ist es schleierhaft wofür die Partei eigentlich steht.

  • Das wird eine der schwierigsten Wahlen unserer Nachkriegsgeschichte. Egal ob Linke, SPD, CDU/CSU oder die unsägliche FDP (wo sind deren alte Kämpfer eigentlich?) noch sonst eine der neuen Parteien darf man eigentlich wählen. Nicht wählen gehen ist aber genauso bescheuert. Trauen kann man derzeit KEINEM Politiker, egal welcher Couleur. Sie belügen uns nach Strich und Faden um wohl selbst nicht in "Armut" zu fallen und ihre Posten zu behalten.

    Was diesen "Fuzzi" der FDP betrifft kann man nur hoffen, dass seine Äußerung für ihn genauso desaströs ausgeht wie die von Romney.Was für eine verlogene Bande und die nehmen sich auch noch das Recht heraus sich "Volksvertreter" zu benennen.

  • "Leistung muß sich lohnen": ich lach mich tot!
    Von der FDP kenne ich nur noch die Freiheit der Selbstbedienung und die unverholene Neigung zu parasitärer Lebensführung.
    Insbesondere ist bei den (Groß)sprechern dementita praecox zu diagnostizieren, aber auch bipolare Störung. Letzteres in stark progredientem Status wie sich aus den manifesten Depressionen und unverkennbarer Suizidneigung ergibt.
    Das bei Brüderle offenbar persistierende Dilirium ist wahrscheinlich der - bei dem Befund der Partei angezeigten - adjuvanten Therapie zuzuschreiben.

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