Rückblick
Die politische Karriere des Jürgen Möllemann

Der am 15. Juli 1945 geborene FDP-Politiker Jürgen Wilhelm Möllemann hat es in seiner wechselvollen Karriere bis zum Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland gebracht. Vor seinem Eintritt in die FDP war er von 1962 bis 1969 CDU-Mitglied gewesen. Hier die wichtigsten Positionen seiner politischen Laufbahn:

1970 - Eintritt in die FDP 1972 - Wahl zum Bundestagsabgeordneten.

1980 - Wahl in den FDP-Bundesvorstand.

1982 - Wahl zum stellvertretenden FDP-Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen als Nachfolger von Liselotte Funcke.

1982 - Ernennung zum Parlamentarischen Staatssekretär im Auswärtigen Amt.

1983 - Amtsantritt als Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft.

1983 - Wahl zum FDP-Landesvorsitzenden in NRW als Nachfolger von Burkhard Hirsch.

1987 - Ernennung zum Bundesminister für Bildung und Wissenschaft als Nachfolger von Dorothea Wilms.

1991 - Ernennung zum Bundeswirtschaftsminister.

1991 - Rücktritt als Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft. Als Grund nennt Möllemann sein neues Ministeramt. Er kommt damit auch Kritik aus der Koalition zuvor, er könne illegale Rüstungsexporte in den Irak nur dann glaubwürdig bekämpfen, wenn er das Amt niederlege.

1992 - Mit dem Rücktritt von Außenminister Hans-Dietrich Genscher wird Möllemann Vizekanzler.

1993 - Rücktritt als Wirtschaftsminister wegen der „Briefbogenaffäre“. Möllemann hatte auf Briefbögen seines Ministeriums für ein Produkt eines angeheirateten Vetters geworben. Dabei ging es um einen Kunststoffchip, der statt Münzen in Einkaufswagen benutzt werden kann.

1994 - Rücktritt als FDP-Landesvorsitzender. Durch Rücktritt des gesamten Landesvorstands wird Möllemann in einer nächtlichen Sitzung gestürzt. Nachfolger: Joachim Schultz-Tornau.

1996 - Erneute Wahl zum FDP-Landesvorsitzenden. Zuvor hatte Möllemann in einer kämpferischen Rede eigene Fehler eingeräumt.

1997 - Verzicht auf Sitz im FDP-Bundesvorstand, nachdem Möllemann bei der Wahl zum Präsidium gescheitert war.

1999 - Wahl ins FDP-Präsidium.

2000 - Wahl zum FDP-Fraktionsvorsitzenden im NRW-Landtag. Niederlegung des Bundestagsmandats.

2000 - Wiederwahl zum Präsidenten der Deutsch-Arabischen Gesellschaft.

2001 - Wahl zu einem der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden

2002 - Rücktritt als stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender. Möllemann reagiert auf Druck der Parteispitze nach seinem Alleingang mit einem umstrittenen antiisraelischen Flugblatt. Am 20. Oktober erklärt er auch als Vorsitzender der nordrhein-westfälischen FDP und als Fraktionsvorsitzender seinen Rücktritt.

2003 - Möllemann zieht nach 33-jähriger Mitgliedschaft und 18-jähriger Arbeit als Landesvorsitzender des größten Landesverbandes NRW am 17. März mit seinem Austritt aus der FDP die Konsequenzen aus seinem monatelangen Zerwürfnis mit der Parteiführung.

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