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Rückendeckung von Merkel: Zweite Guttenberg-Offensive reizt Opposition

Der Plagiator bleibt Verteidigungsminister: Guttenberg überzeugt mit seiner zweiten Erklärungs-Offensive die Kanzlerin. Merkel steht ohne Wenn und Aber hinter ihm. Die Opposition schäumt.

Guttenberg bei seiner zweiten Erklärungsoffensive in Hessen. Quelle: dpa
Guttenberg bei seiner zweiten Erklärungsoffensive in Hessen. Quelle: dpa

BerlinKanzlerin Angela Merkel und die Unionsfraktion haben sich nach dem Verzicht von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auf seinen Doktortitel hinter den Verteidigungsminister gestellt. „Die Bundeskanzlerin findet die Entscheidung Karl-Theodor zu Guttenbergs, auf den Doktortitel zu verzichten, richtig“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Parlamentarischen Geschäftsführer der Union, Peter Altmaier (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich, nahmen Guttenberg in Schutz.

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Guttenberg hatte am Montagabend nach massiven Plagiatsvorwürfen im hessischen Kelkheim seinen dauerhaften Verzicht auf den Doktortitel erklärt. Er war damit einem Urteil der Universität Bayreuth über seine Dissertation zuvor gekommen. Rechtlich kann Guttenberg seinen Doktortitel allerdings nicht zurückgeben; der kann ihm nur von der Universität aberkannt werden.

Merkel hatte bereits am Montag - noch vor Guttenbergs Rede - signalisiert, ihn wegen der Plagiatsvorwürfe als Minister nicht einfach fallen lassen zu wollen. Sie habe ihn nicht als wissenschaftlichen Assistenten oder Doktoranden ins Kabinett geholt.

„Mir geht es um die Arbeit als Bundesverteidigungsminister. Die erfüllt er hervorragend, und das ist das, was für mich zählt“, hatte die Kanzlerin gesagt.

Altmaier sagte am Dienstag, der Minister habe die uneingeschränkte Unterstützung für seine politische Arbeit. Friedrich sagte: „Die CSU-Landesgruppe steht geschlossen, einmütig und wie ein Mann hinter Karl-Theodor zu Guttenberg.“ Er könne keinen Zusammenhang zwischen dem wissenschaftlichen Wirken Guttenbergs und seiner politischen Arbeit erkennen. Dies werde auch von Guttenbergs Wählern erwartet.

Der Minister könne sich bei der vor ihm stehenden großen Aufgabe der Bundeswehrreform „auf unser Vertrauen und unsere Wertschätzung verlassen“.

  • 22.02.2011, 13:58 UhrAnonymer Benutzer: Neutralo

    Sind Sie sein Bruder?

    Was hat er denn schon geleistet als Wirtschaftsminister oder als Verteidigungsminister?

    Er ist zum Minister von Merkels Gnaden verkommen. PUNKT
    Ein jämmerliches, völlig überschätztes - und zu unrecht hochgelobtes - Bürschchen

  • 22.02.2011, 13:48 UhrAnonymer Benutzer: leser

    Richtig, alle anderen Politiker sind von Grund auf ehrlich und genießen das vollste Vertrauen. Und eine Dissertation im Bereich Rechtswissenschaft ist eine wirkliche Errungenschaft für die Menschheit.

  • 22.02.2011, 13:44 UhrAnonymer Benutzer: stetson

    Jeder Student im ersten Semester weiß, dass Fehler beim Zitieren nicht versehentlich passieren, sondern dass es sich beim Abschreiben ohne Nennung der Quelle um Vorsatz handelt. Unser Verteidigungsminister ein Lügenbaron? Wie hat man da die handelnden allesamt akademisch ausgebildeten Personen zu bewerten, die volle Loyalität bekunden, allen voran unsere Kanzlerin? Übrigens würde sich die Opposition natürlich nicht anders verhalten, wäre sie selbst an der Regierung. Das ist viel trauriger, als die Verfehlung des Herrn v.G.
    Je älter ich werde und um so mehr ich mich mit Politik auseinandersetze, umso politikverdrossener werde ich!

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