Rücklagen zum Jahresende
Rentenkasse sitzt auf dickem Finanzpolster

Die Deutsche Rentenversicherung hat das Jahr 2008 noch besser abgeschlossen als erwartet und hofft auch in diesem Jahr trotz Krise auf einen Milliardenüberschuss.

DÜSSELDORF. Zum Jahresende hatten die Rentenkassen Rücklagen von 16,3 Mrd. Euro angesammelt - rund 610 Mio. Euro mehr als noch im Oktober erwartet. Insgesamt nahm die Rentenversicherung nach dem vorläufigen Rechnungsergebnis 2008 dank sinkender Arbeitslosenzahlen und steigender Einkommen 179,1 Mrd. Euro an Beiträgen ein. Das waren 5,3 Mrd. Euro oder 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit den 16,3 Mrd. Euro hat sie nun 1,01 Monatsausgaben auf der hohen Kante. Gesetzliche Obergrenze sind 1,5 Monatsausgaben oder knapp 27 Mrd. Euro; sind sie erreicht, muss der Beitrag von heute 19,9 Prozent gesenkt werden. Nach bisheriger Erwartung wird dies 2011 der Fall sein.

Trotz des erwarteten Anstiegs der Renten zur Jahresmitte um rund zwei Prozent erwartet die Rentenversicherung für das laufende Jahr nochmals einen Haushaltsüberschuss von 1,1 Mrd. Euro. Die Rücklagen werden dieser Prognose zufolge bis Ende 2009 auf 18,1 Mrd. Euro oder 1,09 Monatsausgaben anwachsen.

Grundlage dieser neuen Prognose seien die nach unten korrigierten Annahmen des jüngsten Jahreswirtschaftsberichts, so die Rentenversicherung. Darin wurde unterstellt, dass die Zahl der Beschäftigten um 0,8 Prozent sinkt und die versicherungspflichtigen Entgelte nur um 2,1 Prozent (statt 2,8 Prozent) wachsen. Der Zuwachs der versicherungspflichtigen Bruttolohn- und-gehaltssumme liegt dieser Prognose zufolge statt bei 2,7 Prozent nur noch bei 1,3 Prozent.

Deutlich pessimistischer ist das Institut für Weltwirtschaft. Die Kieler Ökonomen rechnen für 2009 mit einem Loch in Milliardengröße in der Rentenkasse. 2010 dürften die Ausgaben die Einnahmen dann sogar um 4,5 Mrd. Euro übersteigen, so die Prognose der Kieler Volkswirte.

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