Deutschland

Trennung wider Willen

« 3 / 4 »

Bedauerlich, aber folgerichtig

Führende Politiker und Wissenschaftler zollten Schavan großen Respekt für ihre Arbeit Ihr Rücktritt wurde aber in ersten Reaktionen als weitgehend richtig bewertet.

Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), sprach von einem „notwendigen und folgerichtigen“ Schritt. Seit dem Entzug des Doktortitels sei Schavan in ihrem Amt beschädigt gewesen. Mit dem Rückzug wende die CDU-Politikerin sowohl von der Wissenschaft als auch von ihrem Amt Schaden ab. Für ihre politischen Leistungen verdiene Schavan allerdings Anerkennung. Der Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit über 27.500 Mitgliedern.

Kommentar Schatten des Zweifels

Annette Schavan ist zurückgetreten. Hätte Sie trotz der Aberkennung ihres Doktortitels nicht trotzdem eine gute Ministerin sein können? Vielleicht, aber für Zweifel ist kein Platz.

Der FDP-Vorsitzende, Wirtschaftsminister Philipp Rösler, bedauerte, dass Schavan ihre erfolgreiche Arbeit nicht fortsetzen könne. „Wir Liberale haben mit Annette Schavan in der Bildungspolitik hervorragend zusammengearbeitet und sind ihr dafür dankbar. Gemeinsam haben wir viel erreicht“, betonte er. Viele Projekte blieben auf immer mit ihrem Namen verbunden.

Anzeige

„Es ist tragisch, dass die politische Karriere von Annette Schavan so endet“, meinte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann. Ihr Rücktritt sei jedoch „ein Akt der politischen Konsequenz“. Das „volle Vertrauen“, das Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrer langjährigen Vertrauten ausgesprochen hatte, habe nicht einmal vier Tage gehalten. „Für Frau Merkel hätte dieses Jahr nicht schlechter beginnen können“, fügte Oppermann hinzu.

106 Kommentare

Alle Kommentare lesen
  • 21.02.2013, 16:47 Uhrirene

    Nicht schad um die verlogene Doktorin, eine derart schlechte Kultusministerin hatte BW noch nie! Jetzt muessen ihre Fehler alle korrigiert werden.

    Dass man mit einem solchen Schwaflerthema promovieren kann ist ja schon ein Witz an sich...

  • 10.02.2013, 19:38 Uhrcaesar4441

    Aber wer sollte dann die Welt retten ?

  • 10.02.2013, 19:33 Uhrcaesar4441

    Das Wichtige wird woanders entschieden.Germany muß mal wieder den Euro retten.Nur ein paar zig Milliarden ,peanuts.
    Da ist es sehr gut wenn sie die krauts mit Schavan beschäftigen und ob die abgeschrieben hat.Was übrigens unvermeidlich ist.Vielleicht hat sie auch schreiben lassen,wer weiß das schon.

  • Die aktuellen Top-Themen
Rede Draghis in Wyoming: Weiter sinkende Inflation könnte EZB alarmieren

Weiter sinkende Inflation könnte EZB alarmieren

EZB-Chef Draghi trifft die Zentralbanker der Welt in Jackson Hole in Wyoming und spricht über die wirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union. Einen weiteren Rückgang der Inflation will er aufhalten.

Wirtschaftspolitik: SPD sucht nach neuem Profil

SPD sucht nach neuem Profil

Die SPD erhofft sich von einem wirtschaftsfreundlicherem Kurs bessere Umfragewerte. Deshalb soll ein neues Wirtschaftsprofil her. Außerdem berät die SPD über den weiteren Kurs in der Koalition.

Folgen des Weltkrieges: Der neue Osten

Der neue Osten

Als Spielball der europäischen Mächte wurde Polen als eigenständiger Staat ausgelöscht. Der Erste Weltkrieg war für das Land auch eine Chance, seine Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Nur ein Beispiel für den neuen Osten.