Rücktritt von Schavan
Trennung wider Willen

„Diese Bundesregierung ist am Ende“

„Annette Schavan hat das Richtige getan“, erklärte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Der Rückzug zeige aber auch: „Diese Bundesregierung ist am Ende. Zerstritten und schwach torkelt sie ihrem Ende entgegen.“

In einer Mitteilung von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hieß es: „Wir respektieren selbstverständlich diese Entscheidung und bedauern, dass die hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der FDP-Bundestagsfraktion und mir persönlich keine Fortsetzung erfährt“. Schavan habe den Forschungsstandort Deutschland gestärkt.

Die Grünen nahmen den Rücktritt laut Fraktionschef Jürgen Trittin „mit Respekt“ zur Kenntnis. „Sie hätte ihr Amt als Bundesforschungsministerin nicht mehr glaubwürdig ausüben können.“ Schavans Nachfolgerin Johanna Wanka sei gerade wegen ihrer Position zu Studiengebühren in Niedersachsen abgewählt worden. „Offensichtlich ist Abgewähltsein eine hinreichende Voraussetzung, um ins Kabinett Merkel berufen zu werden.“

Nach Ansicht der Linkspartei erspart der Wechsel eine monatelange Hängepartie. Zu hoffen sei, dass Schavans Nachfolgerin Wanka eine Kursänderung einleite, sagte die forschungspolitische Sprecherin der Linken, Petra Sitte.

Kommentare zu "Trennung wider Willen"

Alle Kommentare
  • Schavan macht in ihrer Abtrittsrede den zu Guttenberg!
    Warum sagt sie nicht einfach es tut mir leid, ich habe plagiert und tschüß?!

  • Die Nachfolgerin hat auch 'nen Doktor. Hat man da wenigstens geprüft, ob der etwas länger hält ?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Lieber Gott was bin ich zufrieden, dass ich keinen Doktor-Titel hab.

  • Jaja, wer seien dr. Titel ehrlich erarbeitet hat, muss nicht mehr in die Politik gehen.

    Politik nd Ehrlichkeit vertagen sich nicht .

  • Was für eine Gesellschaft!

    In welcher Gesellschaft leben wir, dass man eine vor über 30 Jahren verfasste Dissertation von einem Menschen zu einer Untersuchung heranzieht, der im "gesamten Package" über viele Jahre eine gute & souveräne Leistung abgeliefert hat.


    Unser Gesellschaft heute ist von Neid & Mißgunst geprägt !

    Auch sollte man einen Doktortitel nicht überbewerten. Dieser gilt ausschließlich als Nachweis der "Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit".
    Es ist in den meisten Staaten der höchste zu erreichende akademische Grad. Jedoch sagt dieser nichts über die Qualität des Menschen und dessen Leistung aus!

    Deshalb sollte der Doktor-Titel als Namenszusatz nicht mehr verwendet werden. Es ist nicht mehr zeitgemäß!

    Dies würde die "scheinbare Wichtigkeit" dieses Titels entspannen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Über 30% aus nicht zitierten Quellen (laut vroniplag), und das aus Versehen? Wer soll das glauben?

    Schon schlimm das in den Regierungsparteien Doktortitel zum Statussmbol verkommen. Aber mehr ist eben dort nicht da!

  • Die Kirche im Dorf lassen,
    sollte man nach 35 Jahren und der Tatsache geschuldet, dass Ihr Doktorvater meines Wissens noch immer 100% hinter ihr steht und im Verfahren nicht einmal gehört wurde. Bei allem Verständnis für Menschen die in Ihrem Leben durch den Hochmut falscher Doktoren gekränkt wurden: Frau Schavan hat ein faires Verfahren verdient. 7 Jahre anerkannte Arbeit als Ministerin außerhalb eines "von Gutenberg" Rampenlichtes verdienen auch einen Vertrauensvorschuss. Martin Winkler

  • Ihr Rücktritt wurde auch höchste Zeit!

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