Deutschland

Trennung wider Willen

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Vorbild Schavan

Aber gerade ein Vorbild sieht Merkel in Schavan. Sie sei die anerkannteste und profilierteste Bildungspolitikerin in Deutschland. Auf die Doktortitel-Affäre geht die Kanzlerin am Samstag mit keinem Wort ein. Vielleicht kann sie glauben, dass Schavan Flüchtigkeitsfehler gemacht hat - aber eine vorsätzliche Täuschung traut sie ihr nicht zu.

17 Jahre stand Schavan im Dienst der Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Erst zehn Jahre als Kultusministerin in Baden-Württemberg und dann sieben Jahre als Bundesbildungsministerin. „Gute Jahre, für die ich sehr dankbar bin“, sagt Schavan und bezieht ihrer Mitarbeiter in Berlin und Stuttgart ein. Ihre Nachfolgerin wird die promovierte ostdeutsche Mathematikerin Johanna Wanka, zuvor schon Ministerin in Brandenburg und Niedersachsen. Sie passt in Merkels Schema. Sie habe beste Voraussetzungen, sagt die Kanzlerin.

Portrait Johanna Wanka Eine wie Merkel

Die ostdeutsche Mathematikerin Johanna Wanka hat gewisse Ähnlichkeit mit der Kanzlerin.

Portrait Johanna Wanka: Eine wie Merkel

Das „Zeit“-Magazin“ fragte Schavan für die Ausgabe Ende Januar, wie man sie in Erinnerung behalten solle. „Als eine Politikerin, die ihre Verantwortung wahrgenommen hat“, antwortete Schavan damals. In dem Gespräch gab sie auch preis, dass sie schon über ihr Leben nach der Politik nachgedacht hat. Wenn es vorbei sei, wolle sie sich ins Auto setzen und nach Hause fahren. Zuerst ins Rheinland zu ihrer Mutter und ihren Brüdern nach Neuss. Danach könnte sie sich drei Monate Rom vorstellen. Und danach drei Monate Paris.

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Schavan dankt Merkel noch für ihre Worte, für ihr Vertrauen und für ihre Freundschaft. „Freundschaften hängen nicht an Amtszeiten und gehen über diesen Tag hinaus.“ Vielleicht fahren sie später einmal gemeinsam nach Paris. Merkel will Französisch lernen, wenn sie einmal nicht mehr Kanzlerin ist.

114 Kommentare

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  • 21.02.2013, 16:47 Uhrirene

    Nicht schad um die verlogene Doktorin, eine derart schlechte Kultusministerin hatte BW noch nie! Jetzt muessen ihre Fehler alle korrigiert werden.

    Dass man mit einem solchen Schwaflerthema promovieren kann ist ja schon ein Witz an sich...

  • 10.02.2013, 19:38 Uhrcaesar4441

    Aber wer sollte dann die Welt retten ?

  • 10.02.2013, 19:33 Uhrcaesar4441

    Das Wichtige wird woanders entschieden.Germany muß mal wieder den Euro retten.Nur ein paar zig Milliarden ,peanuts.
    Da ist es sehr gut wenn sie die krauts mit Schavan beschäftigen und ob die abgeschrieben hat.Was übrigens unvermeidlich ist.Vielleicht hat sie auch schreiben lassen,wer weiß das schon.

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