Rückzug
Helmut Kohl verlässt Hannelore-Kohl-Stiftung

Abschied im Streit: Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl zieht sich aus der von seiner Frau gegründeten "ZNS Hannelore Kohl Stiftung" zurück. Damit zieht Kohl die Konsequenz aus personellen Neuerungen bei der Stiftung, mit denen er nicht einverstanden ist.

HB BERLIN. Der Ehrenvorsitzende des Stiftungskuratoriums habe seine Ämter mit sofortiger Wirkung niedergelegt, schreibt die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben Kohls. In dem Schreiben an die Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstands bitte Kohl darum, "den Namen meiner verstorbenen Ehefrau Hannelore als Stiftungsnamen nicht fortzuführen".

Die Stiftung, die sich um Unfall-Opfer mit Schädel-Hirn-Verletzungen kümmert, war von Kohls 2001 gestorbener Frau gegründet worden. Laut "Bild"-Zeitung begründet der Alt-Kanzler seinen Rückzug mit einer "unerfreulichen Übernahme" der Stiftung durch Personen, "die in keiner Beziehung zu meiner verstorbenen Frau standen". Dies sei nur möglich gewesen, weil sich die Mehrheitsverhältnisse während seiner schweren Erkrankung im vergangenen Jahr verschoben hätten. Als Folge wurden demnach Kohls Vorschläge für eine neue Satzung abgelehnt. Die Stiftung repräsentiere "in ihrer derzeitigen Verfassung nicht mehr die Interessen meine verstorbenen Frau", zitiert die Zeitung Kohl.

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