Rüstungsindustrie muss sich auf kleinere Stückzahlen einstellen
Struck: "Keine unsinnigen Aufträge erteilen"

Die Rüstungsindustrie muss sich nach den Worten von Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) künftig auf die Bestellung kleinerer Stückzahlen einstellen.

HB "Die Bedeutung der wehrtechnischen Industrie ist mir sehr bewusst", sagte Struck dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Aber ich bin nicht bereit, unsinnig Aufträge zu erteilen, nur um in bestimmten Bereichen Arbeitsplätze zu erhalten." Das Verteidigungsministerium habe mit dem BDI vereinbart, Vertreter der Industrie rechtzeitig über neue Forderungen bei der Material- und Ausrüsrungsplanung zu informieren.

Darüber hinaus sollte in Europa künftig gemeinsam über neue militärische Beschaffungsvorhaben entschieden werden, sagte der Minister. "Es darf nicht mehr versucht werden, aus nationalen Gründen eine Entwicklung voranzutreiben."

Struck sprach sich gegenüber dem Handelsblatt zwar dafür aus, den deutschen Marineschiffbau langfristig in einen europäischen Verbund zu führen: Aber die Übernahme deutscher Werften durch französische Staatskonzerne sei "nicht akzeptabel". "Deutsche Unternehmen die längst im Wettbewerb stehen, dürfen nicht dadruch benachteiligt werden". Zuletzt hatte es ein starkes Interesse der französischen Staatswerft DCN an einem Einstie bei der Kieler Werft HDW gegeben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%