Ein Sprecher von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) schlug in die selbe Kerbe. Wenn sich Rüttgers Sorgen um die künftigen Rentner mache, solle er sich aktiv an der Diskussion über die Lohnhöhe beteiligen. Ein Wachmann mit einem Stundenlohn von 5,20 Euro bekomme nach 45 Beitragsjahren rund 700 Euro Rente. Bei 7,50 Euro pro Stunde würde er mindestens 1000 Euro erhalten, rechnete der Sprecher vor. Die Sozialdemokraten machen sich seit langem für flächendeckende Mindestlöhne stark.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) warnte hingegen davor, in diesen eine Lösung des wachsenden Problems der Altersarmut zu sehen. Während einige wenige von solchen Lohnuntergrenzen profitierten, werde ein ebenso großer Teil in die Arbeitslosigkeit vertrieben, sagte er im Deutschlandfunk.
Ungeachtet der kritischen Äußerungen stellte sich die NRW-CDU hinter den Vorstoß von Rüttgers. Der Respekt vor der Lebensleistung der älteren Generation mache den Kampf gegen unverschuldete Altersarmut notwendig, sagte Generalsekretär Hendrik Wüst.


