Ruhiger Start wegen Fahrverbot
Probebetrieb für Lkw-Maut angelaufen

Der gebührenfreie Probebetrieb für die neue Lkw-Autobahnmaut hat in der Nacht zum Sonntag nach Angaben des Betreiberkonsortiums Toll-Collect bei einer wegen des Lkw-Fahrverbots nur kleinen Zahl von Anmeldungen problemlos begonnen.

Reuters BERLIN. Nicht kommentieren wollte Toll-Collect einen Bericht, dass es bei Nichteinhaltung des auf November verschobenen offiziellen Starttermins geringe Vertragsstrafen zahlen muss.

Die Testphase sei am Sonntag um 00.00 Uhr technisch einwandfrei angelaufen, sagte ein Sprecher von Toll-Collect, dem Betreiberkonsortium von Daimler-Chrysler und Telekom. Das zentrale Rechenzentrum in München habe die ersten 100 kostenfreien Anmeldungen von Spediteuren verbucht. Wegen des grundsätzlichen Lkw-Fahrverbots am Sonntag bis 22.00 Uhr sei das Aufkommen gering gewesen. Ausnahmen gelten etwa für Lastwagen, die Lebensmittel transportieren.

Der offizielle Beginn des Mautsystems war wegen technischer Probleme von August auf den 2. November verschoben worden. Dadurch muss Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) bereits Einnahmeausfälle verbuchen. Auch im Fall von Problemen nach dem offiziellen Start muss sich Stolpe nach einem Bericht des „Spiegel“ auf Einbußen einstellen, da Toll-Collect für mögliche Mindereinnahmen nicht in voller Höhe geradestehe. Der rechzeitige Beginn im November ist zudem noch ungewiss. Führende Vertreter des Konsortiums hatten bei einem Treffen mit Stolpe am Freitag keine Garantie für den Start im November gegeben.

Dem „Spiegel“ zufolge wurde der ursprüngliche Plan, wonach Toll-Collect bei einem Ausfall des Systems für die gesamten Mauteinnahmen des Bundes in Höhe von etwa 160 Mill. € pro Monat haften müsste, vertraglich nicht vereinbart. Stattdessen müsse Toll-Collect in den ersten drei Monaten nach Maut-Start im November überhaupt nichts zahlen. Drei weitere Monate lang würden rund 250 000 € pro Tag fällig. Sollte das Maut-System auch dann nicht einwandfrei funktionieren, müssten beide Konzerne mit Strafzahlungen von täglich 500 000 € rechnen.

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