Rundfunkempfang
Wie die „Computergebühr“ funktioniert

Nun ist es amtlich: Ab 1. Januar 2007 fallen auch Computer mit Internetanbindung und internetfähige Handys unter die Rundfunkgebührenpflicht. Betroffen sind Privatleute genauso wie Unternehmen und Freiberufler, auch wenn sie über ihren Rechner weder Radio hören noch Fernsehsendungen schauen. Die Regelungen im Einzelnen.



  • Mit der Einigung der Ministerpräsidenten der Bundesländer vom Donnerstag müssen Besitzer von Computern und Handys, mit denen auf das Internet zugriffen werden kann, ihre Geräte bei der Gebühreneinzugszentrale anmelden und dafür ab 1. Januar eine Gebühr von 5,52 Euro pro Monat zahlen. Ob der Besitzer tatsächlich mit den Geräten Radio hört oder sich Fernsehsendungen ansieht, ist unerheblich.


  • Wer die Geräte privat nutzt und bereits Rundfunkgebühren zahlt, muss nicht ein zweites Mal löhnen: 5,52 Euro sind schon heute mindestens fällig, wenn man nur Radio hören will. Mit der Gebühr für ein Radio ist also der tatsächliche oder vermeintliche Empfang von Rundfunksendungen über Radio, Computer und Handy abgedeckt. Wer zusätzlich Fernsehen will, muss 17,03 Euro zahlen. In dieser Gebühr sind dann sämtliche Gerätearten enhalten.


  • Für Familien und Lebensgemeinschaften gibt es eine Sonderregelung: In aller Regel muss nur einmal gezahlt werden - der „Haushaltsangehörige“ darf nur nicht zuviel verdienen. Also: Wenn der Sohn der Familie ein entsprechendes Handy besitzt und sein Einkommen die Grenze übersteigt, muss er selber zahlen - wiederum 5,52 Euro im Monat.


  • Größere Unternehmen und Einrichtungen mit Computern mit Web-Zugang dürften die Neuregelung verschmerzen können: Die PC-Gebühr soll nur pro Betrieb und nicht pro Gerät bezahlt werden. „Wenn ein Unternehmen 1 000 PCs hat, werden nur einmal 5,52 Euro fällig“, sagte der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen. Der Haken: Ein Unternehmen mit vielen Filialen, in denen jeweils Rechner am Internet hängen, muss für jeden Standort einzeln zahlen.


  • Ärger trifft es Freiberufler und Selbstständige, die einen PC mit Internetverbindung beruflich nutzen: Sie werden ein zweites Mal zur Kasse gebeten - und zwar in Höhe von 5,52 Euro pro Monat, ganz gleich, ob sie für den Radio- und Fernsehempfang privat bereits zahlen oder nicht. Ausnahme: Der Betroffene zahlt bereits für sein Radio im beruflich genutzten Auto - dies deckt die Gebühr für den Rechner mit ab.



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