Russisch-ukrainische Gaskrise
Deutschlands Versorgung „nicht bedroht“

Der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland spitzt sich zu, Russland hat den Hahn zugedreht. Die Bundesregierung aber gibt Entwarnung: Die Versorgung sei nicht gefährdet. Die EU-Kommission allerdings warnt.
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Berlin/WienTrotz der russischen Sperre von Gaslieferungen an die Ukraine ist die Versorgung Deutschlands nach Regierungsangaben derzeit nicht bedroht. „Eine Gefährdung der Versorgungssicherheit in Deutschland können wir auch durch die neue Entwicklung nicht erkennen“, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Montag in Berlin. Die Ukraine hatte versichert, sie werde kein für Europa bestimmtes Transit-Gas aus den Pipelines für die eigene Versorgung abzweigen. Deutschland und die EU-Staaten insgesamt decken rund ein Drittel ihres Bedarfs aus Russland. Davon fließt etwa die Hälfte durch ukrainische Leitungen. Das übrige russische Gas nimmt den Weg über Weißrussland sowie den direkten Weg durch die Ostsee über die Nordstream-Pipeline.

Allerdings warnt der EU-Energiekommissar Günther Oettinger vor möglichen europaweiten Auswirkungen des Gasstreits zwischen der Ukraine und Russland. „Wenn die Speicher jetzt nicht gefüllt werden, bekommen wir alle im Winter möglicherweise ein Problem“, sagte Oettinger am Montag in Wien. Er werde deshalb darauf dringen, dass die Gaswirtschaft die momentan etwas mehr als halbvollen Speicher fülle. Im Winter übersteigt der Bedarf in Europa oft die russischen Produktionskapazitäten. Daher hat die EU enorme Speicher angelegt, die voll befüllt rund 80 Milliarden Kubikmeter Gas bevorraten können.

Das Wirtschaftsministerium wies daraufhin, dass etwa Nordstream derzeit nur zu zwei Dritteln ausgelastet sei. „Engpässe könnten so unter anderem über die Nordstream-Pipeline über zusätzliche russische Mengen ausgeglichen werden“, sagte eine Sprecherin. Darüber hinaus wurden die Speicher in Deutschland in den letzten Monaten weiter gefüllt und sind nun zu drei Viertel voll. Dies reicht im Sommer für die Versorgung über mehr als drei Monate.

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