RWI vergleicht Wahlprogramme: Rot-grüne Pläne kosten Steuerzahler fünf Milliarden

RWI vergleicht Wahlprogramme
Rot-grüne Pläne kosten Steuerzahler fünf Milliarden

SPD und Grüne wollen per Steuererhöhung für mehr Gerechtigkeit sorgen. Tatsächlich würden ihre Pläne die Bürger kräftig belasten, urteilen Experten des RWI. Das sei weder nötig - noch führe es zu mehr Gerechtigkeit.
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DüsseldorfDie Vorschläge der SPD und der Grünen zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes würde die deutschen Steuerzahler um gut fünf Milliarden Euro zusätzlich belasten, die Pläne der Linken würden die Steuerlast gar um mehr als 16 Milliarden Euro erhöhen. Das geht aus einer Analyse der Wahlprogramm durch das Rheinisch Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hervor. Das Vorhaben der schwarz-gelben Regierungskoalition, die sogenannte kalte Progression abzubauen, würde dagegen zu einer Steuerentlastung um drei Milliarden Euro führen.

Mögliche Veränderungen des Ehegattensplittings wurden bei diesen Berechnungen allerdings außen vor gelassen.

Das RWI hatte die Wahlprogramme der Parteien für die Bundestagswahl auf ihre Gerechtigkeitseffekte abgeklopft. Dabei kommen die Ökonomen zum Schluss, dass die Wähler bei einem Sieg der derzeitigen Koalition von CDU/CSU und FDP am ehesten mit Chancen auf mehr Beschäftigung rechnen können, da diese am deutlichsten für die Rente mit 67 eintrete. Die FDP biete mit ihrem Eintreten für flexible Arbeitsmarktinstrumente wie der Zeitarbeit für Berufseinsteiger die besten Aussichten.

Die Programme von SPD und Grünen seien dagegen für diejenigen am vielversprechendsten, die auf einen Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder hoffen.

Für Steuererhöhungen im Sinne der Opposition gibt es nach Aussage von Christoph Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrates und Präsident des RWI, derzeit auch gar keine Notwendigkeit. Deutschland habe angesichts des starken Steueraufkommens derzeit kein Einnahmeproblem.

Daher müsse die künftige Regierung vor allem dafür sorgen, dass die Prioritäten richtig gesetzt werden. "Wer die vorhandenen Einsparmöglichkeiten – insbesondere in der öffentlichen Verwaltung – realisiert, kann auch ohne Steuererhöhungen hohe Investitionen in Bildung, Infrastruktur und zukunftsrelevante Bereiche tätigen,“ sagte Schmidt bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

Die Vorschläge der Opposition in der Steuerpolitik, so die RWI-Studie, würden sowohl das Arbeitsangebot als auch die Nachfrage nach Arbeit beeinträchtigen. Daher "scheinen sie zur Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsmarkt und damit auch der Chancengerechtigkeit nicht geeignet", heißt es in der Studie abschließend.

Kommentare zu " RWI vergleicht Wahlprogramme: Rot-grüne Pläne kosten Steuerzahler fünf Milliarden"

Alle Kommentare
  • Und damit arbeitet die Regierung gegen die eigene Bevölkerung.

  • Ausgeplündert werden wir von der internationalen Hochfinanz.

  • "Rot-grüne Pläne kosten Steuerzahler fünf Milliarden EUR...." das ist vermutlich eine genauso gute Schätzung wie der Berliner Flughafen. Ich würde die Summe mal mit 3-5 multiplizieren. Wenn die SPD-Mega-Chaoten-Truppe die Merkel Chaoten Truppe ablösen würde, wäre das ohnehin ein Aufruf an die Leistungsträger, das Land zu verlassen. Denn was nützt einem die von der SPD gebetsmühlenartig wiederholte Förderung der Bildung (da kann man nur lachen, siehe das Experiment "Gesamtschule"), wenn der Erwerb (neben der persönlichen Bildung) finanziell nur dazu führt, als ausgenommener Steuerzahler zu enden. "Armer", streng Dich an, dann kannst Du reich werden. Bist Du dann aber reich, nehmen wir Dich aus, so dass Dir nichts bleibt (es sei denn, Du bist Parlamentarier). .... also, was macht man dann am besten, richtig....
    Die SPD wird nicht nur die Steuern ins Absurde erhöhen, sie wird auch noch den ohnehin schon ausufernden Beamtenapparat weiter aufblähen und Ordnungspolitisch Nonsens-Gesetze verzapfen. Sie wird die BRD-EU-Schuldenvergemeinschaftung noch schneller vorantreiben und somit den letzten Sargnagel auf das Vermögen der hiesigen Bevölkerung schlagen. Zugleich werden vermutlich aber alle Einkünfte aus Vorträgen von Herrn Steinbrück steuerfrei gestellt (wird in §3 EStG integriert, zusätzlich zur steuerfreie Aufwandsentschädigung von 43.764 Euro im Jahr). Ja, da sind dann alle wahrlich gleich, fast.....

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