Saar-Ministerpräsidentin
Kramp-Karrenbauer fordert Frauenquote

Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht sich für eine Modernisierung ihrer Partei aus: Die frisch gewählte Ministerpräsidentin des Saarlands fordert eine Frauenquote für Unternehmen und eine neue Familienpolitik.
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SaarbrückenDie CDU muss nach Ansicht von Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer viel moderner werden. Sie forderte in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ eine schnelle gesetzliche Frauenquote für Unternehmen, wie sie auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verlangt. „In der Tat sollten wir hier schnell Nägel mit Köpfen machen“, sagte die CDU-Landeschefin. „Wir können doch nicht abwarten, bis deutsche Unternehmen wegen ihres geringen Frauenanteils von der Auftragsvergabe in wichtigen europäischen Ländern ausgeschlossen werden. Wir haben es sehr lange Zeit mit Einsicht und freiwilligen Vereinbarungen versucht - leider erfolglos.“

Die Siegerin der Saar-Landtagswahl vom Sonntag hält ein moderneres Familienbild der CDU für notwendig. „Familie funktioniert im Jahr 2012 anders als im Jahr 1955“, sagte Kramp-Karrenbauer. „Der Lebensentwurf der meisten Menschen ist heute, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.“

Ihr Eintreten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht sie auch als einen Grund dafür, vor allem von den Frauen im Saarland gewählt worden zu sein. „Meine Wählerinnen nehmen mich als eine von ihnen wahr“, sagte sie.

Kramp-Karrenbauer dringt weiter auf einen höheren Spitzensteuersatz. „Ich habe es immer für falsch gehalten, dass Rot-Grün den Spitzensteuersatz gesenkt hat“, sagte sie. Allerdings hält sie den früheren Wert von 53 Prozent für zu hoch.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Saar-Ministerpräsidentin: Kramp-Karrenbauer fordert Frauenquote"

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  • Frauen haben später begonnen zu studieren, derzeit sind aber mehr Frauen an den Unis, was heißt, dass sich künftig alles selbst regelt. Auch deswegen ist eine Quote als Verbrechen an der freien Entscheidung des Unternehmertums zu werten.

  • Die Quote ist zwar ein wichtiger Bestandteil, jedoch wird diese nicht wirklich viel bringen, wenn nicht gleichzeitig auch eine familienfreundlichere Unternehmenspolitik betrieben wird (http://bit.ly/yAGu82). Davon würden dann allerdings alle Seiten profitieren - Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die aktuell noch schrumpfende Gesellschaft.

  • Kramp-Karrenbauer fordert Frauenquote, bravo.
    Was diese Dame hier betreibt und andere, ist die Diskriminierung des Mannes!!!
    Für mich zählt nur können und Leistung, wen dies stimmt, kann Frau/Mann in jede Führungsposition aufsteigen, aber nicht durch eine Frauenquote.
    Frage an Frau Kramp-Karrenbauer, sollte nicht bei schwangeren heute schon, alle männlichen Babys im Mutterleib umgepolt werden, und zwar zu Mädchen? Dann wäre dieses Problem „Frauenquote“ schon erledigt.
    Ich empfinde es nur noch traurig, was diese sogenannten Politik-Eliten über das Volk ablassen.
    Danke

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