Sachsen-Anhalt

Brandanschlag auf Bundeswehr verübt

In Sachsen-Anhalt haben Unbekannte mindestens 16 Bundesfahrzeuge einer Kaserne in Brand gesteckt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sprach von einem Millionenschaden – und fürchtet weitere Anschläge.
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Bundeswehr-Soldaten in der Clausewitz-Kaserne in Burg in Sachsen-Anhalt. In einer Kaserne in Havelberg wurde ein Brandanschlag verübt. Quelle: dpa

Bundeswehr-Soldaten in der Clausewitz-Kaserne in Burg in Sachsen-Anhalt. In einer Kaserne in Havelberg wurde ein Brandanschlag verübt.

(Foto: dpa)

Havelberg/MagdeburgBei einem Brandanschlag auf die Bundeswehrkaserne in Havelberg in Sachsen-Anhalt ist in der Nacht zum Samstag Millionenschaden entstanden. Wie die Polizei in Magdeburg mitteilte, wurden mindestens 16 Bundeswehrfahrzeuge durch Brandsätze beschädigt. Verletzt wurde niemand. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Die Sicherheitsmaßnahmen für alle Bundeswehrstandorte in Deutschland wurden erhöht.

Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Polizei spricht von einer bisher nie dagewesenen Art von Gewalt gegen die Bundeswehr in Sachsen-Anhalt. Weitere Anschläge könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher der Polizei in Magdeburg. Das Verteidigungsministerium sei informiert, die Sicherheitsmaßnahmen seien in ganz Deutschland erhöht worden. Im Umkreis von militärischen Einrichtungen werde es verstärkte Kontrollen geben, hieß es.

Der Hintergrund des Brandanschlags ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Ein Zusammenhang mit den in der Altmark angekündigten Protestaktionen gegen die Bundeswehr könne nicht ausgeschlossen werden.

Für Samstag hatte die Initiative „War starts here“ (Krieg beginnt hier) am Truppenübungsplatz Altmark in Sachsen-Anhalt zu einem Aktionstag aufgerufen. Zu einer Demonstration am Eingang des Geländes wurden mehrere Hundert Teilnehmer erwartet. Die Polizei war mit 600 Beamten am Ort, um die Proteste abzusichern und Ausschreitungen zu verhindern.

  • dpa
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27 Kommentare zu "Sachsen-Anhalt: Brandanschlag auf Bundeswehr verübt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn die Mehrheit nicht hinter Ihnen steht, haben Sie wenig Chancen, egal, wie recht Sie haben. Diese Mehrheit applaudiert, wenn Sie scheitern.

  • @SANTOS,

    in einer total überwachten Welt ist es ratsam Kommentare anonym kund zu tun...


  • Unsere Bundeswehr ist durch den Eingriff unfähiger Politiker (Lehrer, Soziologen...) zu einem Pfadfinderverein verkommen!

    Als Wehrpflichtiger Anfang der 80er Jahre hätte keine unbefugte Person auf das Gelände unserer Kaserne nur einen Fuß gesetzt!

    Wo waren denn die Überwachungskameras, die abgerichteten Schäferhunde, die Scharfschützen Herr Verteidigungsminister?!

    Wir hatten mal eine sehr effiziente und schlagkräftige Wehrmacht, Marine und Luftwaffe...
    Das ist leider lange her.

  • An Werner: Sie sehen doch, dass die sich nicht einmal selbst gegen EINEN Brandanschlag schützen können - und zusätzlich auch Söhninnen (neudeutsch)dienen in der BW.

  • Wenn ich mir das BW-Foto ansehe, scheinen sich die Soldaten mehr um ihre Kopfbedeckungen zu kümmern - rot, grün, schwarz, blau.
    Was sind schon ein paar Mio - die Frage ist doch, wie wird deren Kopfbedeckungsherbstmode?

  • @norbert

    "Tote pflasterten ihren Weg, und das töten von Menschen ist nicht dazu geeignet, andere zu überzeugen."

    Eigentlich stimme ich Ihnen da zu, -aber-
    Die Jahrzehnte nach WK2 war der mächtige Teil der Welt in einem halbwegs quasistabilen Zustand. Die Regierungen haben die aufgestellten Regeln einigermassen geachtet. Die beiden waffenstarrenden Blöcke Ost und West haben die Quasistabiliät "aus Angst" begünstigt.

    Inzwischen ist die Stabilität der Welt aber ins Rutschen geraten.Neue Kräfte schieben sich ins Blickfeld weil die alten Kräfte schwinden. Die neuen Kräfte stellen sich aber gegen die Masse der Menschen. Diese neuen Kräfte gehen über Leichen.
    In diesem Kontext muss man fragen ob die Gegenkräfte immer nur "friedlich" bleiben können. Es geht also nicht darum den Krieg oder die Gewalt zu propagieren, sondern um die Frage ob es überhaupt einen anderen Ausweg aus diesem Dilemma gibt als die Gegengewalt.


  • Charly, die RAF hatte in vielen Punkten recht, aber durch ihre törichten Aktionen hat sie immer mehr Menschen gegen sich aufgebracht.( btw. Baader war auch menschlich ein A..loch )
    Was der RAF ihr "Kampf" genützt ? Tote pflasterten ihren Weg, und das töten von Menschen ist nicht dazu geeignet, andere zu überzeugen.

  • Scriptor, ich halte es für recht überheblich, Charlys - zugegebenermaßen etwas unglücklich formulierte Bedenken - als Unfug zu bezeichnen.
    Im "Notstand" oder bei "Aufständen" kann die Polizei die Streitkräfte zu Hilfe rufen und Grundrechte werden massiv eingeschränkt. Leider bestimmt eine kleine Handvoll Personen, wer "verfassungswidrig" oder "Aufständischer" ist. Und wer dann die FDGO wirklich schützen will, darüber kann man trefflich streiten. Jeder "Aufständische" kann diese Motivation haben, während eine Regierung sich problemlos von der Verfassung entfernen kann.
    Sie haben vollkommen recht, daß man im Rahmen dieser FDGO tätig werden sollte, wenn einen die Zustände hier stören. Dennoch hat Charly recht, wenn er den Einsatz der Streitkräfte gegen die eigene Bevölkerung als realistisch einstuft, denn die Notstandsgesetze erlauben es.

  • @Scriptor:
    Volle Zustimmung, guter Kommentar!

  • Wenn man die Diskussion über unseren Verfassungsschutz verfolgt, kommen einem Gedanken, ob nicht dieser hinter diesen Anschlägen steckt.
    So von der Hand zu weisen scheint mir es jedenfalls nicht zu sein.

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