Sachsen-Anhalt: Für die CDU wird es eng

Sachsen-Anhalt
Für die CDU wird es eng

Regierungschef Wolfgang Böhmer hört nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt auf jeden Fall auf. Nicht gesichert ist, ob seine Partei, die CDU, das Land mit der SPD weiterregiert. Denn die könnte sich mit den Linken verbünden.
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Magdeburg/BerlinEs ist die erste Wahl nach dem spektakulären Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs. Die Plagiats-Affäre des ehemaligen Verteidigungsministers hat der CDU in Sachsen-Anhalt die Umfragewerte zwar bisher nicht verdorben. Dennoch wird es für die Christdemokraten eng: Weil die SPD in Umfragen kontinuierlich zugelegt hat, ist in Magdeburg auch ein rot-rotes Bündnis denkbar - obwohl kurz vor der Wahl einiges auf die Wiederauflage von Schwarz-Rot hindeutet.

Die CDU gibt sich auch nach der Kabinettsumbildung in Berlin gelassen. Bei der Sachsen-Anhalt-Wahl am 20. März gehe es vor allem um regionale Themen, so die Einschätzung. Falls es einen Guttenberg-Effekt gibt, könnte er in die eine oder andere Richtung wirken: Die Zahl enttäuschter Wähler könnte zunehmen - denkbar ist auch, dass sich die Reihen in der Union aus Solidarität mit dem Freiherrn schließen.

Für Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel spielen aber die Entscheidungen eine Woche später - wenn gleichzeitig in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz gewählt wird - eine viel größere Rolle. Denn ginge das Stammland Baden-Württemberg verloren, würde der Druck auf sie steigen, personell und inhaltlich umzusteuern.

Klar ist schon jetzt, dass bei der Sachsen-Anhalt-Wahl eine Ära zu Ende geht. Neun Jahre war Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) im Amt, nun ist für den 75-jährigen Ex-Chefarzt aus Altersgründen Schluss. Reiner Haseloff (CDU), Jens Bullerjahn (SPD) und Wulf Gallert (Linke) heißen die Kandidaten. Die besten Chancen auf den Einzug in die Magdeburger Staatskanzlei hat Wirtschaftsminister Haseloff. Doch auch er müsste noch aus dem Schatten Böhmers treten.

Vor fünf Jahren bildeten CDU und SPD in Magdeburg erstmals eine Koalition - ein Bündnis, in dem sich beide Seiten bis heute wohlfühlen. Selbst im Wahlkampf wird dies deutlich. So wurde Böhmer bei einem Neujahrsempfang von Bullerjahns SPD-Ortsverein gefeiert - bezeichnend für das gute Klima in der Koalition. Knatsch am Kabinettstisch gab es in den vergangenen fünf Jahren selten.

Auch bei den Wählern hat sich keine Wechselstimmung breit gemacht.

Kein Wunder also, dass eine Fortsetzung der Koalition in beiden Parteien befürwortet wird.

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  • ....Denn ginge das Stammland Baden-Württemberg verloren, würde der Druck auf sie steigen, personell und inhaltlich umzusteuern.
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    nein, nicht umsteuern ist dann angesagt, sondern sofort Merkel weg.

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