Sachsen-CDU
Tillich als Milbradt-Nachfolger nominiert

Sachsens designierter Ministerpräsident, Finanzminister Stanislaw Tillich, ist für den Vorsitz der Landes-CDU nominiert worden. Tillich hat bereits einen anderen Umgang mit dem Koalitionspartner SPD angekündigt.

HB DRESDEN. Der erweiterte CDU-Landesvorstand bestimmte den 49- Jährigen am Samstag einstimmig für den Parteivorsitz, teilte Generalsekretär Michael Kretschmer mit. Die Wahl Tillichs soll am 24. Mai beim Landesparteitag in Zwickau erfolgen. Dazu wird auch die Kanzlerin und CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel erwartet.

Ministerpräsident Georg Milbradt hatte am vergangenen Montag für Ende Mai seinen Rücktritt angekündigt und damit nach monatelangen Debatten um seine politische Verantwortung für das Desaster bei der Landesbank die Konsequenzen gezogen.

Als seinen Nachfolger hatte der 63-jährige Milbradt Finanzminister Tillich für das Amt des Regierungschefs und des CDU- Landesvorsitzenden vorgeschlagen. Die CDU-Landtagsfraktion begrüßte diesen Vorschlag einen Tag später einstimmig. Nun folgte der Landesvorstand. Bei der Sitzung mit etwa 50 Teilnehmern waren auch Vertreter der Kreise anwesend. Milbradt wurde dabei nochmals von der Partei für seine Verdienste gewürdigt. „Ihm wurde gedankt für alles, was er für unser Land getan hatte“, sagte Kretschmer.

Tillich hatte einen anderen Umgang mit dem Koalitionspartner SPD angekündigt. Nach dem angekündigten Führungswechsel bei der Union wollen beide Parteien die sachliche Diskussion in den Mittelpunkt stellen, hieß es vergangenen Mittwoch nach einem Gespräch zwischen dem designierten Regierungschef und Vize-Ministerpräsident Thomas Jurk (SPD).

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