Sanierungsarbeiten geplant
18. Jahrhundert in deutschen Kasernen

Die Beschreibung der Kasernen liest sich, als sei man im 18. Jahrhundert. Was der Wehrbeauftragte Robbe in seinem Jahresbericht anprangert, ist die heutige Realität in deutschen Bundeswehr-Kasernen. Das Verteidigungsministerium zeigt sich zu Maßnahmen bereit.

HB BERLIN. Soldaten der Bundeswehr müssen im In- und Ausland in vereinzelt völlig unzumutbaren Unterkünften leben. Über entsprechende Klagen berichtete der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, am Dienstag in Berlin bei der Vorlage seines Jahresberichts 2006. Nachdenklich mache ihn die stets wiederkehrende Auflistung von Defiziten, die trotzdem nicht abgestellt würden.

Robbe führte nach der Übergabe seines Berichts an Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) als Beispiel an, dass der Einsatz deutscher Soldaten bei der Sicherung der Wahlen im Kongo zwar erfolgreich war. Die Begleiterscheinungen für die Truppe seien allerdings äußerst negativ gewesen. Zelte waren undicht und hätten Schimmel angesetzt. Die Fäkaliengrube sei übergelaufen und der Inhalt habe sich teilweise in die Zelte ergossen. „Solche Verhältnisse sind unzumutbar, gerade weil sie vermeidbar gewesen wären“, sagte Robbe.

Auch in deutschen Standorten seien Unterkünfte „teilweise untragbar und vereinzelt skandalös“, sagte Robbe. So habe er bei einem Spontan-Besuch in einer Kaserne in Norddeutschland Schimmelbefall in Zimmern und einsturzgefährdete Decken vorgefunden. Die Sanitärbereiche habe man nur in Gummistiefeln betreten können.

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