Sanktionen gegen Russland verlängert

Frostige Stimmung

Die EU hat die Sanktionen gegen Moskau verlängert. Der Friedensprozess mit der Ukraine macht keine Fortschritte – darunter leiden auch deutsche Unternehmen. Die EU ist nicht das einzige Problem der Firmen in Russland.
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Immer mehr deutsche Unternehmen leiden unter den EU-Sanktionen gegen Russland. Quelle: ap
Verschneites Moskau

Immer mehr deutsche Unternehmen leiden unter den EU-Sanktionen gegen Russland.

(Foto: ap)

BerlinZwei Drittel der deutschen Unternehmen in Russland sind bereits von den EU-Sanktionen gegen das Land betroffen. Das geht aus einer Umfrage der Deutsch-Russische Außenhandelskammer unter 134 Unternehmen im November und Dezember hervor. Nun hat die EU sie nochmal um sechs Monate verlängert – wegen der unzureichenden Fortschritte im Friedensprozess mit der Ukraine. Vertreter der 28 EU-Staaten starteten am späten Freitagnachmittag das offizielle Beschlussverfahren, wie Diplomaten in Brüssel mitteilten.

Und die Erhebung der Außenhandelskammer zeigt: Die Zahl der Unternehmen, die unter den beiderseitigen Sanktionen leiden, steigt. Im August 2014 hatten noch 62 Prozent der befragten Firmen angegeben, dass sie nicht davon betroffen sind.

Auch die deutschen Unternehmen in Russland machen sich wenig Hoffnung darauf, dass sich die Botschafter auf ein Ende der Sanktionen einigen werden. 41 Prozent der von der AHK befragten Unternehmen glaubten, dass die Sanktionen über den 31. Januar hinaus verlängert werden. Fast ein Drittel hoffte noch auf eine Abmilderung.

Wegen des Ukraine-Konflikts hatte die EU seit Ende Juli 2014 eine Reihe von Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Moskau verhängt und diese im September 2014 nochmals verschärft. Sie betreffen insbesondere den Banken-, Energie- und Rüstungsbereich und treffen Russland zusätzlich zum Ölpreis- und Rubel-Verfall. Die Sanktionen sind nach einem Jahr automatisch ausgelaufen. Sie waren daran gekoppelt, dass Russland das Minsk II-Abkommen einhält, das im Februar beschlossen wurde.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte zuletzt bei seinem Treffen mit Kreml-Chef Putin Ende Oktober für Aufsehen gesorgt, als er sich für eine schrittweise Lockerung der Sanktionen aussprach, um Russland als Partner für eine Lösung im Syrien-Konflikt zu gewinnen. Auch der Vorsitzende des Ostausschusses, Eckhard Cordes, fordert immer wieder die Abschaffung der Sanktionen.

Seit November haben deutsche Unternehmen noch eine weitere Sorge
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19 Kommentare zu "Sanktionen gegen Russland verlängert: Frostige Stimmung"

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  • Nun Herr Spiegel oder Ramseyer,

    Sie halten es wohl so wie Frau Petry, die etwas oeffentlich behauptet und dann nicht belegen kann.

    Frau Petry musste allerdings anschließend eine Unterlassungserklärung abgeben.

    Abschließend noch zur Info, ich gehöre keinem System an und lebe weder in Deutschland noch bin ich von irgendeiner politischen Partei abhängig. Darin scheinen wir uns voneinander zu unterscheiden.

  • "Russland braucht aber den deutschen Markt, um seine Rohstoffe, insbesondere Öl und Gas, abzusetzen."
    JAWOLL! Wir brauchen nämlich weder Erdgas noch Erdöl für Industrie und Haushalte, weil wir konsequent auf Kernergie setzen, wie die Franzosen (80 % bei der Elektrizität). Um die Ironie wegzulassen: Wir brauchen Russland mehr, als Russland uns.

    Die historische Chance, die Merkel gehabt hätte, mit Putin zu verhandeln hat sie weggeworfen und sich weiterhin als Vasall der USA gezeigt.

  • Merkel regiert durch - gegen Parteibasis, Bevölkerungsmehrheit und Wirtschaft, und sogar gegen den Rest der EU ... und zwar ohne Rücksicht auf Verluste ... wessen Interessen vertritt diese Frau eigentlich???

    Selbst Schweden macht jetzt endlich die Grenzen dicht. Alle Länder um uns herum sehen die Zuwanderung diametral anders als Frau Merkel. Nur dank der Vasallentreue der deutschen Leitmedien und links-grüner Deutschland-Hasser kann Frau Merkel weiter gegen die Interessen dieses Landes durch regieren!

    Es steht definitiv schlimm um dieses Land!

  • Herr Trantow,

    was hat Ihr Kommentar "Der Islam wird von Frau Merkel schon fanatisch gefördert, unterstützt. Letztes Beispiel: Flüchtlinge(Islamgläubige) werden umsonst versorgt, damit die deutschen Krankenkassen für die deutschen Beitragszahler die Beiträge erhöhen müssen" mit dem Artikel von Frau Heide zu tun?

  • Echt, hinter den Rumänen? War mein Opa auch.

  • @Monika Forro

    Was hat denn der Kosovokonflikt mit alldem zu tun?

    Antwort: "Brechen des internationalen Rechts durch die NATO, brechen von NATO-Statuten. Die NATO galt mal als Verteidigungsbündnis. Des ist heute vorbei. Weltweit aktiv ohne je angegriffen worden zu sein.

    Was hat denn der "Arabische Frühling" damit zu tun?

    Antwort: Staaten werden durch radikale Terroristen, die sich unter Demonstranten mischen, von innen zersetzt, bis diese mit der Armee antwortet und der Westen dann demokratisieren kann mit ein paar Bömbchen.

    Dann wundern sie sich, wenn es Flüchtlinge gibt und wenn ein Putin eingreift, weil er Chaos auf der Krim befürxhtet und seine Schwarzmeerflotte nicht der Willkür einer willkürlich in Kiew eingesetzten Regierung ausgesetzt sehen will?

    Putin ist alles aber kein Agressor. Sein Verhalten ist pragmatischer und offener als das unserer Merkel. Beispiel: neue Sanktionen, ja bitte und neue Pipeline mit Russland, ja bitte auch!!!
    Und beides am selben Tag: Heute

    Da sträuben sich einem die Haare.

    155 Flugzeuge der USA im syrischen Raum - völkerrechtswidrig - und kein Erfog gegen ISIS in 2 Jahren. Was für ein Witz.

    34 Flugzeuge der Russen und schon geht etwas voran, aber nicht mehr ISIS.

    Es sind nicht die Russen, de Terroristen bewaffnen und gegen Regierungen aufhetzen.

    Und denken Sie nicht, ich sei ein Roter. Ich bin erzkonservativ und mein Vater war zwei Jahre südlich von Stalingrad.
    Deshalb habe ich den Ukraine-Konflikt auch seit Anbeginn beachtet und schäme mich für die deutsche Politik, die jegliche geschichtliche Verantwortung zum Frieden über Bord schmeißt.

  • Herr Metz, man kann schon sagen, ein guter Kommentar, wie immer.

  • Das russische Volk sollte sich nicht weiter von Putins TamTam blenden lassen und ihn angesichts der Notlage der Bevölkerung endlich stürzen
    Gut das Sie daß das russische Volk unterstützen, ich denke aber, daß die Russen selbst wissen was sie wollen. Sie aber, Frau Forro, stehen der Demokratie ebenso im Wege wie unsere Kanzlerin.

  • Die quasi-diktatorische sozialistische Nachfolgerin des minderbegabten Malergesellen ist dabei, die beste Volkswirtschaft der Welt zu ruinieren - und ihre linientreuen zombiehaften Parteivasallen geben dazu Standing Ovations:
    "Angela Merkel als das zu beschreiben, was sie für mich ist, würde mir aller Wahrscheinlichkeit eine teure Strafzahlung wegen Beleidigung einbringen. Selbst mein Argument, dass die Beleidigung in Wahrheit nur eine Tatsachenbeschreibung ist, würde mir nicht helfen. Das wäre aber zu verkraften. Auch der längste Gefängnisaufenthalt geht eines Tages vorbei.
    Was mich aber viel mehr treffen würden, wäre die bittere Gewissheit, dass so viele Menschen der Überzeugung wären, dass ich zu recht bestraft werden würde. Dass so eine „menschenfreundliche“ Person wie Frau Merkel meinen Zorn nicht verdient hätte, dass sie doch nur „das Beste“ wolle."
    http://freiraum-magazin.com/2015/12/15/merkel-merkel-ueber-alles-ueber-alles-in-der-welt/
    Ich glaube, dass auch Sie zu der genannten Kategorie Menschen gehören.
    Für mich ist die Wahrscheinlichkeit auch wesentlich größer, dass wir eher in Deutschland "Merkel, Merkel, über alles!", als in Russland "Putin, Putin, über alles!" hören werden...

  • Krankenkasse tolles Stichwort, ein kleiner Selbstständiger bezahlt als Mindestbeitrag, und jetzt bitte ich um Korrektur, 600 Euro. Nun Frau Forro was machen Sie mit einer Million Arabern holen Sie da auch zwangshaft die Kassengebühren ?

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