Sarrazin auf Buchmesse
„Intelligente sollten bestimmte Zahl von Kindern bekommen“

Sowohl mit Applaus als auch mit Buh-Rufen haben Besucher auf Thilo Sarrazins Auftritt am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse reagiert. Auffallend viele junge Zuschauer waren gekommen, die eifrig Handyfotos machten, als der Autor und ehemalige Bundesbankvorstand sein umstrittenes Buch „Deutschland schafft sich ab“ präsentierte.
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HB FRANKFURT/MAIN. Für Empörung hatte er vor allem mit seinen Thesen über muslimische Zuwanderer gesorgt. Seinen Kritikern warf Sarrazin am Freitag vor, sein Buch vielleicht gar nicht gelesen zu haben.

„Die intelligenten Menschen sollten dafür sorgen, dass sie eine bestimmte Zahl von Kindern bekommen“, sagte der 65-Jährige im Gespräch mit Moderatorin Annette Riedel (Deutschlandradio Kultur).

Auf den Vorwurf der Moderatorin, einen falschen Zusammenhang zwischen Bildung und Intelligenz herzustellen, entgegnete Sarrazin, man solle sich doch mal Schulen in sozial stark unterschiedlichen Wohngegenden anschauen.

„Hart, aber berechtigt“, befand eine junge Messebesucherin, die im Anschluss versuchte, von Sarrazin ein Autogramm zu ergattern. Doch auch Buh-Rufe und Pfiffe ertönten aus der Menge, die sich um den Stand versammelt hatten. Sarrazin war Ende September nach massivem Druck aus Politik und Öffentlichkeit als Bundesbankvorstand zurückgetreten.

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  • das es doch immer wieder solche Versuche gibt.
    Kennen wir das nicht zur Genuege aus unserer vergangenheit?
    ich halte diese zwei Populisten nicht gerade fuer intelligent.
    das waeren die ersten beiden (Schaetzer), die ausgesiebt wuerden.

    Hat man denn jeh einen intelligenten Politiker gesehen. ist schon lange her!
    Wann tritt die Welle denn endlch ab? Ferienhaus in der Tuerkei, wie damals Schoenhuber?
    Ein Phaenomen noch: Es sind gerade die Migranten, die sich als die Supernationalisten feiern. Egal in welchem Land. Da muss ein starker Minderwertigkeitskomplex vorliegen. Dummerweise fallen so viele Leute noch auf solche dumpfen Aussagen rein.

  • ... ja,natürlich, dass wäre seeehr zweckmässig. Und die weniger intelligenten bürger könnte man ja vielleicht gleich sterilisieren lassen, der Pisa-Test könnte die intellektuelle Leistungsfähigkeit ja exakt ermitteln! Wäre das nicht toll!?

    ... dass solche intellektuellen blähungen in der Presse abgedruckt werden zeigt wie weit es mit dieser "Demago-tie" gekommen ist...

    Erinnert irgendwie an Denver-Clan oder Dallas. Provokateure ziehen immer die Sympathien derer, die nichts zu sagen haben, auf sich.

    Wie lange müssen wir diese unterirdisch dämliche und peinlichst niveaulose Politikerkaste noch ertragen... ? Wo bleibt der "Messias"?

    Und wo bleibt eine Presse, die ihrer gesellschaftlichen bedeutung und Verantwortung gerecht wird?

    Ach ja.. sollte selbstverständlich sein aber: NiCHT ALLES WAS ZWECKMÄSSiG iST, iST AUCH MORALiSCH TRAGbAR!

  • Es gibt intelligente Christen wie auch Muslime. Es ist nicht die Frage, wer was zeugen soll. Es ist allein die Frage maßgeblich, ob eine islamisierung in Europa stattfindet. begonnen hat sie! Nun müssen Europäer darauf achten, dass Deutschland, ja Europa christlich-jüdisch geprägt bleiben, die westliche Leitkultur oder die vorherrschenden Religionen unantastbar bleiben. Natürlich ist der islam in Deutschland, bedingt durch die Millionen Muslime, die hier leben, nicht hinwegzudenken. Aber der islam mit seinen vielfachen, willkürlichen interpretationen kann keine gesellschaftliche Grundlage in einzelnen europäischen Staaten darstellen. Der islam ist unfertig, da interpretierbar: in Marokko oder Algerien oder in asiatischen muslimischen Ländern werden z.b. die Suren so unterschiedlich verstanden und gelebt, wie Schwarz und Weiß.
    Was sollen die Hasstiraden in den deutschen Moscheen? Was unternimmt die muslimische Gemeinschaft, wenn sie diese Hasstiraden hört? Nichts! Was sollen die angeblich kultur- und religionsbasierenden Ehrenmorde in Deutschland? Und wo bleibt der Aufschrei der muslimischen Gemeinschaft zu diesen Verbrechen? Vereinzelte Stimmen, ja. Aber ein Aufschrei, auch nicht seitens der deutschen Politiker mit Migrationshintergrund!

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