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Schach-Sponsoring: Steinbrück wehrt sich gegen Amtsmissbrauch-Vorwürfe

Der frühere Finanzminister soll laut einem Medienbericht Sponsoren für ein Schachturnier geworben haben - mit Briefkopf seines Ministeriums. Koalitionspolitiker werfen ihm Amtsmissbrauch vor. Der SPD-Mann schlägt zurück.

Peer Steinbrücks vor kurzem erschienene Biographie. Nun könnte dem möglichen SPD-Kanzlerkandidaten seine Vergangenheit als Bundesfinanzminister zum Problem werden. Quelle: dpa
Peer Steinbrücks vor kurzem erschienene Biographie. Nun könnte dem möglichen SPD-Kanzlerkandidaten seine Vergangenheit als Bundesfinanzminister zum Problem werden. Quelle: dpa

BerlinDer mögliche Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, er habe in seiner Zeit als Bundesfinanzminister bei Post und Telekom um Sponsorengelder für ein Schachturnier geworben. Steinbrück räumte in der „Süddeutschen Zeitung“ ein, er habe Geldgeber für die Veranstaltung gesucht, wehrte aber Kritik ab. Einem Medienbericht zufolge soll Steinbrück in einem Schreiben mit dem Briefkopf des Finanzministeriums bei den früheren Staatsunternehmen um Unterstützung in Millionenhöhe für das privat organisierte Turnier geworben haben. Kritik kam postwendend von FDP und CDU. SPD-Chef Sigmar Gabriel nahm Steinbrück am Sonntagabend in Schutz.

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Es habe sich um ein öffentliches Schachturnier gehandelt, sagte Steinbrück der „Süddeutschen Zeitung“. „Das Ganze war auch ein Aufschlag, um nach etwa 80 Jahren wieder eine Schach-Weltmeisterschaft in Deutschland auszurichten“, sagte er laut Vorabbericht. Dazu sei es dann auch gekommen. „Dafür suchte ich nach Sponsoren im Interesse der großen Schachgemeinde, woran ich nichts Ehrenrühriges finden kann“, sagte Steinbrück, der selbst begeistert Schach spielt.

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Das Magazin „Focus“ berichtete, Steinbrück habe 2006 in seiner Funktion als Finanzminister die damaligen Chefs von Post und Telekom, Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke, um ein Sponsoring von jeweils bis zu einer Million Euro gebeten. Das Magazin beruft sich auf ein ihm vorliegendes Schreiben Steinbrücks mit dem Briefkopf des Finanzministeriums.

Mehrere Aktienrechtler sagten dem Magazin, Steinbrücks Bitte an die Unternehmen sei mit seiner Stellung als letztlich verantwortlicher Vertreter des Großaktionärs Bundesrepublik nicht vereinbar gewesen. Am Ende sei es nicht zu der Unterstützung durch die Konzerne gekommen.

  • 24.09.2012, 14:49 UhrHeinMueck

    Herr Gröhe sollte die Aufarbeitung erst mit den Kohl`schen Parteispenden beginnen und dann Steinbrück. Immer der Reihe nach!

  • 24.09.2012, 13:34 Uhrmargrit117888

    Das Magazin beruft sich auf ein ihm vorliegendes Schreiben Steinbrücks mit dem Briefkopf des Finanzministeriums.
    --------------
    So Focus

    Die Frage stellt sich, woher kommen denn jetzt auf einmal diese Briefe, 6 Jahre später?

  • 24.09.2012, 12:45 Uhrmargrit117888

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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