Schätzung risikobehaftet
BA-Institut rechnet mit Rückgang der Arbeitslosenzahl

Nach einem üppigen Rückgang der Arbeitslosenzahl klingt das nicht: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung rechnet im kommenden Jahr mit einem Abschlag von 15 000. Effekte aus Hartz IV seien darin allerdings nicht berücksichtigt.

HB NÜRNBERG. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet für das kommenden Jahr mit einem Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosenzahl um 15 000 auf 4,37 Millionen. Dabei seien die Effekte, die sich aus der Zusammenlegung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe ergeben, aber noch nicht berücksichtigt, berichtete das IAB am Freitag in Nürnberg. Bei seiner Prognose geht das IAB von einem realen Wirtschaftswachstum 2005 von knapp 1,75 % aus. Die Erwerbstätigkeit werde dadurch um 0,3 % oder 120 000 Personen im Jahresdurchschnitt steigen.

Trotz sich mehrender Zeichen für eine andauernde konjunkturelle Erholung befürchten die Arbeitsmarktforscher, dass auf Grund der Neuregelung des Sozialgesetzbuches II Anfang 2005 beträchtlich mehr Arbeitslosmeldungen eingehen als sonst. Auf das ganze Jahr gesehen könnte daher die Arbeitslosenzahl um rund 50 000 höher ausfallen als nach der derzeitigen Rechtslage, schränkte das IAB ein. Abmeldungen sowie Vermittlungen in soziale Zusatzjobs und die Aktivierung von Arbeitslosen würden den Bestand jedoch allmählich wieder senken.

Das IAB geht davon aus, dass die positive Entwicklung des Außenhandels allmählich die binnenwirtschaftliche Nachfrage mitzieht. Daraus würde sich eine stabile, wenn auch nur mäßig positive Wirtschaftsentwicklung ergeben. Begünstigt werde dies durch relativ niedrige Zinsen und moderate Preissteigerungen. Risikofaktoren seien jedoch vor allem der hohe Ölpreis sowie eine weitere Abwertung des US-Dollars, die den Export der deutschen Unternehmen beeinträchtigen würden.

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