Schäuble im Glück
Steuereinnahmen auf Rekordniveau

Der Staat nimmt so viel Geld ein wie noch nie. Die Steuerschätzer stehen vor einer erneuten Revision nach oben. Damit könnten die Einnahmen des Staates auf Rekordniveau steigen.
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DüsseldorfBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seine Länderkollegen können bei der nächsten Steuerschätzung Ende Oktober mit Milliarden-Mehreinnahmen rechnen. Dies zeigen Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für das Handelsblatt.

Bund, Länder und Gemeinden werden dieses Jahr erstmals über 600 Milliarden Euro Steuern kassieren, schätzt das DIW. „Mit 601,5 Milliarden Euro dürften die Steuereinnahmen fünf Milliarden Euro höher ausfallen als bei der letzten Schätzung im Mai vorhergesagt“, sagte DIW-Expertin Kristina van Deuverden, langjähriges Mitglied in Schäubles Steuerschätzer-Kreis. Selbst die schwächere Konjunktur im kommenden Jahr dürfte den Höhenflug nicht stoppen.

Laut DIW-Prognose steigen 2013 die Steuereinnahmen auf 620 Milliarden Euro. Das wären zwei Milliarden Euro mehr als bei der letzten Steuerschätzung vorhergesagt - und das, obwohl das DIW das umstrittene Gesetz zum Abbau der kalten Progression bereits berücksichtigt hat. Mit diesem Gesetz will Schwarz-Gelb die Bürger 2013 um zwei Milliarden Euro entlasten; dies lehnt jedoch die SPD im Bundesrat ab.

Sollte das DIW recht behalten, würde der Arbeitskreis Steuerschätzungen Ende dieses Monats zum fünften Mal in Folge seine Vorhersage nach oben korrigieren. Dieses Jahr dürften die Einnahmen fast 40 Milliarden Euro höher ausfallen, als vor zwei Jahren zu Beginn der Aufwärtsrevisionen erwartet wurde. Die Steuerschätzer tagen meist zweimal jährlich, um das Aufkommen aller rund drei Dutzend Steuerarten vorherzusagen.

Neben Wirtschaftsforschern, Bundesbank, Sachverständigenrat und Statistischem Bundesamt sind Experten von Bund, Ländern und Gemeinden in dem Arbeitskreis vertreten. Auch das Bundesfinanzministerium erwartet keine bösen Überraschungen. „Die bisherige Prognose ist nach unten gut abgesichert“, hieß es - im Klartext: Es gibt Luft nach oben.

Hauptgrund für den Trend ist der robuste Arbeitsmarkt. Stetig steigende Beschäftigung und teils ordentliche Gehaltszuwächse treiben vor allem das Lohnsteueraufkommen in die Höhe. Weil der Staat jeden zusätzlich verdienten Euro etwas stärker als den bisherigen Lohn besteuert, führt ein Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Bruttolöhne um ein Prozent zu Lohnsteuermehreinnahmen von etwa 1,8 bis 1,9 Prozent.

„Arbeitsmarkt und die Lohnsumme laufen gut“, sagte DIW-Ökonomin van Deuverden. Daher werde der Fiskus dieses Jahr 149,2 Milliarden Euro Lohnsteuer einnehmen. Das wären nicht nur fast sieben Prozent mehr als 2011, sondern auch knapp zwei Milliarden Euro mehr als zuletzt geschätzt.

Ebenfalls stärker als erwartet werden die von den Unternehmensgewinnen abhängigen Steuern zulegen. Allein die meist von großen Konzernen gezahlte Körperschaftsteuer wird nach DIW-Berechnungen mit 20,4 Milliarden Euro dem Fiskus dieses Jahr gut zwei Milliarden Euro mehr als bislang veranschlagt bescheren.

Kommentare zu " Schäuble im Glück: Steuereinnahmen auf Rekordniveau"

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  • Und ewig grüßt das Murmeltiere, wen Deutschland zahlt kommen diese Nachichten!Die Steuer sprudelt.Das ist Abzocke

  • FrauMarion
    gehts noch? Der Mann mag usn icht gefallen, aber ihn als Krüppel zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück.
    Er wurde niedergeschossen, mal daran gedacht?
    Bezeichnen Sie also auch jedes behinderte Kind als Krüppel?
    Also so viele Primitivität ist ja grausam

  • @ dagobert Ja , beinahe wären wir Verwante vom Namen her.
    Aber ehrlich, meinen Sie einer wie Steinbrück wäre ein Haar besser ? Die SPD will doch Euro-Bonds und damit müssten wir viel höhere Zinsen zahlen für neues Geld, das wir laufend brauchen um alte Schulden zu bezahlen. Steinbrück schlägt schon heute eine Steuererhöhung nicht aus ! Und die Stromkosten-Erhöhung sollen die Bürger und Steuerzahler wie auch die Rentner für die Industrie mittragen, sodass diese die Preise halten kann und die Arbeitsplätze. So erklärt das Frau Merkel und ihr Minister Altmann ! Die Industrie hat blendend verdient in den letzten Jahren, auch dank Lohnstabilität und Zeit-und Leiharbeit. Sie würde auch sofort protestieren
    durch ihre Lobbyisten Hundt, Kannegießer etc. und drohen ihre Fertigung ins Ausland zu verlagern.Nein, jetzt sind wir mal dran und helfen unserer Industrie und den Euro-Staaten, die unverschuldet in tiefe Not kamen. Wir könnens doch, haben BERLIN AUFGEBAUT; BONN UMGEZOGEN ;
    DDR EINGEGLIEDERT mit Geld und Renten versehen ! Wo liegt denn das Problem? Am Größenwahn meinen Sie?

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