In Niedersachsen wurde bereits ein Fehler reklamiert. Auf die Frage „Wo können Sie sich in Niedersachsen über politische Themen informieren?“ soll offensichtlich „Landeszentrale für politische Bildung“ als richtige Antwort gelten – die wurde aber 2004 aufgelöst. Je Land sind 10 spezifische Fragen formuliert.
Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sprach von einem „grotesken Ankreuztest“: „Detailfragen zur Hundesteuer haben nun wirklich nichts mit Einbürgerung zu tun.“ Auch die Linke und die Vertreter der Deutsch-Türken hatten den Test abgelehnt.
Böhmer forderte die lange hier lebenden Ausländer auf, Deutsche zu werden. Mit einer Broschüre informiert sie über „Wege zur Einbürgerung“. Etwa 4,8 Millionen der 6,7 Millionen Ausländer leben seit mehr als acht Jahren in Deutschland und haben damit einen Anspruch auf Einbürgerung, wenn sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und weitere Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, ausreichende Sprachkenntnisse und Straflosigkeit.
Als Folge einer Übergangsregelung müssen sich in den nächsten fünf Jahren 3316 Einwandererkinder entscheiden, ob sie Deutsche bleiben wollen. Für die Jugendlichen greift erstmals das sogenannte Optionsmodell. Seit 2000 werden in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern unter bestimmten Voraussetzung automatisch Deutsche, behalten aber die zweite Staatsbürgerschaft. Zwischen dem Beginn der Volljährigkeit mit 18 Jahren und spätestens dem 23. Geburtstag müssen sie sich für eine Staatsangehörigkeit entscheiden.


