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13.03.2008 
Religionunterricht an Schulen

Schäuble will deutschsprachigen Islam-Unterricht

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will mit allen Mitteln gegen Hassprediger vorgehen und der Radikalisierung junger Muslimen entgegenwirken. Kurz vor der Islamkonferenz hat sich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble deshalb für deutschsprachigen Islamunterricht an Schulen stark gemacht.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble macht sich für Islam-Unterricht in deutschen Schulen stark. Foto: apLupe

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble macht sich für Islam-Unterricht in deutschen Schulen stark. Foto: ap

HB BERLIN. „Wir gehen gegen Hassprediger mit allen Mitteln vor. Mit islamischen Religionsunterricht machen wir ihnen sozusagen Konkurrenz“, sagte Schäuble der Internet-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“. Der islamische Religionsunterricht werde „zu einer Veränderung der Religionsausübung in den Moscheen“ führen. Nach Ansicht des CDU-Politikers sind die bestehenden muslimischen Verbände für die Umsetzung des Religionsunterrichts nicht geeignet, da es sich um politische Zweckverbände handele. Es wäre vermutlich gescheit, dies wie in der evangelischen Kirche von unten her zu organisieren.

Dem Bayerischen Rundfunk sagte Schäuble, der islamische Religionsunterricht müsse auf Deutsch erfolgen. Außerdem müssten die Lehrinhalte unter der Verantwortung des Staates stehen. Am Donnerstag trifft sich die deutsche Islamkonferenz, die vor eineinhalb Jahren zum ersten Mal zusammengerufen wurde. Sie soll Grundlagen des Zusammenlebens und der Integration erarbeiten.

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