Scheidender Ministerpräsident: Beck gesteht Fehler in Nürburgring-Affäre ein

Scheidender Ministerpräsident
Beck gesteht Fehler in Nürburgring-Affäre ein

Kurt Beck geht: In seiner Abschiedsrede gestand der scheidende Ministerpräsident Fehler in der Nürburgring-Affäre ein und gab einen Einblick in sein Seelenleben. Die Nachfolge für seine Ämter wurde ebenfalls geklärt.
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MainzDer rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat sich nach fast zwei Jahrzehnten als SPD-Landeschef verabschiedet. „Ich bin vor allen Dingen heute hierhergekommen, um Dankeschön zu sagen“, betonte der 63-Jährige vor rund 900 Delegierten und Gästen am Samstag auf einem Landesparteitag in Mainz. Er verteidigte den Ausbau des inzwischen insolventen Nürburgrings, gestand aber auch Fehler ein. Beck will im Januar auch als Ministerpräsident aufhören. Seine Nachfolgerin soll Sozialministerin Malu Dreyer werden, neuer SPD-Landeschef Innenminister Roger Lewentz.

Beck dankte den Bürgern in seiner fast eineinhalbstündigen Rede, dass sie ihm als Maurersohn mehr als 18 Jahre ihr Vertrauen geschenkt hätten. Er ging kritisch auf seinen Rücktritt als Bundesvorsitzender der SPD 2008 ein und sprach von Kratzspuren. „Das hinterlässt in Gedanken und noch mehr auf der Seele tiefe Spuren“, rief er. Beck dankte seinen Genossen daheim für die damalige Aufmunterung.

Zur Nürburgring-Affäre sagte Beck: „Bei zwei bis drei Punkten hätte man heute andere Entscheidungen getroffen.“ Man müsse Großprojekte kritischer prüfen, sagte er, warnte aber: „Wenn wir keine Kraft mehr haben, Entscheidungen zu treffen, dann macht man nichts mehr falsch, ja, dann ist es genauso sicher, dass es abwärts geht mit unserer Gesellschaft.“ Ex-Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) und die Förderbank ISB hätten nicht vorsätzlich Fehlentscheidungen getroffen. Deubel steht wegen der gescheiterten Privatfinanzierung des Erlebniszentrums wegen Untreue vor Gericht.

Malu Dreyer wurde in Mainz als künftige Regierungschefin einstimmig nominiert. Die designierte Ministerpräsidentin würdigte die politischen Verdienste des scheidenden Beck. „Du hast diesem Land und dieser Partei viel gegeben und Du hast immer alles gegeben“, sagte Dreyer auf dem Landesparteitag.

Beck habe „diesen Urinstinkt für soziale Gerechtigkeit“, fügte die 51-Jährige hinzu. Auch auf Bundesebene habe Beck in 18 Amtsjahren Akzente gesetzt. „Kurt Beck ist immer mittendrin.“

Beck hatte seinen Rückzug mit Problemen mit der Bauchspeicheldrüse begründet. „Gesundheit zwingt einen manchmal, diesen Strich etwas früher zu machen“, sagte er. Zum Nachfolger an der Spitze der SPD wurde am Nachmittag Innenminister Roger Lewentz gewählt. Der 49-Jährige bekam 385 Ja-Stimmen von 404 abgegebenen Stimmen und damit 95,3 Prozent.

 

Kommentare zu " Scheidender Ministerpräsident: Beck gesteht Fehler in Nürburgring-Affäre ein"

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  • .."Beck gesteht Fehler ein" und nun? die fehlende Heranziehung zu Schadenersatzforderungen (Streichung der pensionen e.t.c)wären ein wirksames Mittel) den Gröszen-
    wahnsinn der Politiker ,egal welcher Partei zu stoppen,plus
    Verbot sämtlicher Lobbyverbände.

  • Ach, die verschwendeten 300mil EUR Steuergelder sind doch Peanuts. Wenigstens haben sich davon ein paar Vettern und Bekannte die Taschen vollgestopft - machen doch alle.

    Verantwortung übernehmen würde in diesem Fall heißen - 300mil EUR zurück zu zahlen, auf zukünftige Pensionszahlungen auf Kosten der Gesellschaft zu verzichten und sich zu der Korruption zu bekennen. Das wäre verantwortlich und ehrlich.

  • Beck dankte den Bürgern in seiner fast eineinhalbstündigen Rede, dass sie ihm als Maurersohn mehr als 18 Jahre ihr Vertrauen geschenkt hätten. Er ging kritisch auf seinen Rücktritt als Bundesvorsitzender der SPD 2008 ein und sprach von Kratzspuren. „Das hinterlässt in Gedanken und noch mehr auf der Seele tiefe Spuren“,

    Wie billig, sagt der Psychologe. Wenn so etwas Spuren hinterlässt, dann sollte man sich in Behandlung begeben und nicht so einen Unfug machen. Das ist Tränendrüse pur und zeugt von Uneinsichtigkeit.

  • Mir kommen die Tränen. Wenn Politiker für ihr handeln zur Rechenschaft gezogen werden könnten wie jeder Geschäftsführer, dann würde es solche Fehlentscheidungen nicht geben

  • Ich kann es nicht mehr hören, wenn die Politiker davon reden, sie übernähmen die Verantwortung für irgendetwas.
    Wenn ich in meiner Firma grundfalsche Entscheidungen treffe, riskiere ich Arbeitsplätze meiner Mitarbeiter und bei einem Bankrott hafte ich persönlich!
    Ein Herr Beck und andere machen sich vom Acker und er-/verleben ihre stattliche Pension.

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    Beck hat seine Nürburgring -Affäre .

    Kohl hat seine AKW Mühlheim-Kärlich Affäre als MP- RLP .

    Diese Typen werden doch nie in Haftung genommen für ihren Bockmist den sie angerichtet haben .

    Dazu hat Kohl noch die Einführung des Euros zu verantworten ,den das Deutsche Volk nicht haben wollte.

    Wann werden diese Diktatoren endlich zur Verantwortung
    gezogen .

    Immer muß der Steuerzahler bluten u. die Versager erhalten noch eine hohe Pension für ihr Versagen .

    Schluß mit der diktatorischen Politik !

    Hier müssen bei großen Projekten endlich Bürgerbegehren her
    .

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  • Ich habe den Kurt Beck vor ein paar Jahren als Festredner zur Eröffnugn eines Logisitk Zentrums eines privaten Unternehmen erlebt ...mir blieb der Satz " ICH habe Arbeitsplätze geschaffen" !!! sehr nachhhaltig im Gedächnis !

  • Der sonst immer so arrogante und übelst fast schon extrem frech auftretende BEck, bekommt den Spiegel vorgehalten und kuckt nun dumm und spielt den Waisenknaben. Normal gehört er für den ganzen Bockmist haftbar gemacht wie der Rest der dazugehörigen Bande auch.

  • Mir kommen die Tränen. Da hat es doch schon wieder einen hochqualifizierten MP böse erwischt. Zwei weitere befinden sich noch im Sinkflug in der Warteschleife - einer von ihnen muss erst noch seine Party zu Ende feiern!

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