Schiffsverkehr
Bund fördert Einsatz von flüssigem Erdgas

Weil flüssiges Erdgas keine Schwefeloxid-Emissionen erzeugt, gilt es als der Schifffahrtskraftstoff der Zukunft. Die Bundesregierung will deshalb die Aus- und Umrüstung der Schiffe stärker fördern.
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Berlin/HamburgDer Bund fördert ab sofort die Aus- und Umrüstung von Schiffen auf verflüssigtes Erdgas (LNG). Private Reeder und öffentliche Körperschaften, die Schiffe bauen wollen oder bereits betreiben, können sich um die Fördermittel bemühen, teilte das Bundesverkehrsministerium am Dienstag in Berlin mit. Der Bund stellt rund 30 Millionen Euro aus der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie zur Verfügung, um den Einsatz von LNG in der deutschen Schifffahrt voranzutreiben. „Deutschland ist eine der weltweit größten Schifffahrtsnationen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). „Wir wollen diese Spitzenposition halten und unterstützen deshalb die Einführung innovativer Technologien.“

LNG gilt als Schiffskraftstoff der Zukunft und verursacht keine Schwefeloxid-Emissionen (SOx). Stickoxid-Emissionen (NOx) werden im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen um bis zu 90 Prozent und Partikel-Emissionen um rund 98 Prozent reduziert. Die Technologie ist jedoch noch teuer und es gibt keine verlässliche weltweite Infrastruktur zur Versorgung der Schifffahrt mit LNG.

Die Reeder begrüßten das Förderprogramm des Bundes für LNG-betriebene Seeschiffe. „Das Förderprogramm wird den deutschen Reedern helfen, die Mehrkosten für gasbetriebene Schiffe besser zu tragen“, sagte Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Reeder (VDR). „Mit LNG können wir die Emissionen spürbar senken und die Luftqualität an den Küsten und in den Häfen weiter verbessern.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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