Schlechte Umfragewerte
Pofalla: SPD ist keine Volkspartei mehr

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat der SPD angesichts der weiter niedrigen Umfragewerte den Charakter einer Volkspartei abgesprochen. In der Auseinandersetzung mit der Linkspartei hätten die Sozialdemokraten komplett versagt. SPD-Chef Kurt Beck wollte die jüngsten Umfragewerte nicht kommentieren – und begründete dies mit seiner Großmutter.

HB BERLIN. Angesichts der schlechten Werte auch der Union, sagte Pofalla am Dienstag auf n-tv: „Der eigentliche Vertrauensverlust findet bei den Sozialdemokraten statt. Die SPD weiß, dass sie die Union niemals bei der Bundestagswahl schlagen kann. Sie kann, das zeigen alle Umfragen, über 25 Prozent nicht herauskommen.“

Zuvor hatte eine aktuelle Forsa-Umfrage ergeben, dass die in der Wählergunst ohnehin schwer angeschlagene SPD auch innerparteilich immer mehr unter Druck gerät. In der zweiten Woche in Folge kam die Traditionspartei nur auf 20 Prozent, den tiefsten jemals für die SPD gemessenen Wert.

Und die Mitglieder stehen laut einer weiteren Forsa-Umfrage nicht mehr hinter ihrem Vorsitzenden Kurt Beck. Sowohl in Personal- als auch in inhaltlichen Fragen ist die Partei tief gespalten. Ein Drittel der Mitglieder hat laut Umfrage unlängst an einen Austritt gedacht.

Deutlich mehr als die Hälfte der von Forsa befragten Parteimitglieder, nämlich 60 Prozent, bewerten die Arbeit von Beck als schlecht. Mit 54 Prozent sind fast ebenso viele der Meinung, dass jemand anderes die Partei besser führen könnte. Rund ein Viertel der Mitglieder hielte Außenminister Frank-Walter Steinmeier für die bessere Lösung.

CDU-Generalsekretär Pofalla sagte: „Die SPD hat den Charakter einer Volkspartei bereits verloren. Man versucht jetzt krampfhaft, das zu kaschieren. Die Sozialdemokraten haben in der Auseinandersetzung mit der Linkspartei komplett versagt.“

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