Schleswig-Holstein
Chancen für Rot-Grün wachsen

Die SPD liegt in den neusten Meinungsumfragen in Schleswig-Holstein weit vor der CDU. Während Schwarz-Gelb nur auf 36 Prozent kommen, holten Rot-Grün 45 Prozent. Doch nur mit dem SSW reicht es für die Mehrheit.
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BerlinBei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein bahnt sich einer Umfrage zufolge womöglich ein Wechsel zu einer SPD-geführten Regierung an. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung von Infratest dimap für den NDR können SPD und Grüne erstmals seit Februar wieder leicht zulegen und kommen zusammen auf 45 Prozent der Stimmen. Gemeinsam mit dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) käme Rot-Grün auf eine Mehrheit von 49 Prozent, wenn an diesem Sonntag gewählt würde. Die amtierende Koalition aus CDU und FDP würde nur 36 Prozent erreichen.

Gewählt wird am 6. Mai, eine Woche vor der Landtagswahl im weitaus größeren Nordrhein-Westfalen. Die Grünen mit ihrem schleswig-holsteinischen Spitzenkandidaten Robert Habeck sahen sich durch die Umfrage gestärkt, zumal der Höhenflug der Piratenpartei vorerst gestoppt scheint. Während die Piraten im Wochenvergleich einen Punkt auf zehn Prozent abgaben, legten die Grünen um einen Punkt auf 13 Prozent zu.

„Der Wahlkampf fängt jetzt erst richtig an“, sagte Habeck der Nachrichtenagentur Reuters. „Das Ziel ist Rot-Grün, und das ist möglich.“ Auf die Frage, ob SPD und Grüne bereit wären, mit dem SSW als Mehrheitsbeschaffer ein Bündnis einzugehen, sagte Habeck: „Eine Zweier-Regierung ist das Einfachste.“

SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig hatte am Montag seine Partei und die Grünen aufgerufen, gemeinsam den Aufstieg der Piratenpartei zu stoppen. Andernfalls bleibe am Ende nur eine große Koalition, weil es für andere Bündnisse keine Mehrheiten gäbe. Die Piratenpartei hatte nach dem Wahlerfolg im Saarland auch in Umfragen für Schleswig-Holstein rasant zugelegt.

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  • Das Land am oberen Ende Deutschlands und seine Vorreiter in der Politik stellen urplötzlich fest, unser Land liegt zwischen zwei Meeren. Ja, bei soviel Weitsicht nach beiden Seiten, wer hätte das gedacht,daß rot-grün dort eine reelle Chancen hat. Die fdp hat vorgesorgt, sie trägt nach wie vor den Friesennerz. In gelb, versteht sich selbstredend. Kubicki wird diesmal ganz alleine auf sich angewiesen sein. Irgendwie kein Leuchtturm mehr, bei den Kapitänen, die reihenweise von Bord gingen und noch gehen werden.

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