Schleswig-Holstein

Kieler Piraten machen der SPD ein Angebot

In Schleswig-Holstein läuft nach dem knappen Wahlergebnis alles auf die Bildung einer "Dänen-Ampel" von SPD, Grünen und SSW hinaus. Eventuell erhält SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig sogar Stimmen von den Piraten.
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Torsten Albig, Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein. Quelle: dpa

Torsten Albig, Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein.

(Foto: dpa)

Kiel/BerlinDas nördlichste Bundesland wird künftig trotz der knappen Verhältnisse wahrscheinlich von einer Koalition von SPD, Grünen und dem SSW, der Partei der dänischen Minderheit, regiert. Die drei Parteien verfügen im neuen Kieler Landtag über eine denkbar knappe Stimme von nur einer Stimme. Allerdings kann sich die Piratenpartei nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein die Tolerierung eines solchen Bündnisses vorstellen.

Zwar sei noch keine der Parteien auf die Piraten zugekommen, aber man werde SPD, Grüne und Südschleswigschen Wählerverband (SSW) zu Gesprächen einladen, „und dann werden Inhalte abgeklopft“, sagte Spitzenkandidat Torge Schmidt am Montag in Kiel. „Danach entscheiden wir, ob wir ihn (den SPD-Spitzenkandidaten Torsten Albig) zum Ministerpräsidenten wählen.“ Weil es bei den Piraten keinen Fraktionszwang gebe, entscheide jeder Abgeordnete persönlich, wie er abstimme, betonten die frisch gewählten Parlamentarier.

Unabhängig von eventueller Schützenhilfe durch die Piraten hat Albig am Tag nach der Wahl deutlich gemacht, dass er die "Dänen-Ampel" wagen will. "Wir haben gestern eine Wahl gemeinsam mit Grünen und SSW gewonnen", erklärte Albig: Das sei die Mehrheit, für die er im Wahlkampf geworben habe und "was wir vorher gesagt haben, das machen wir jetzt vor". Albig widersprach zugleich Zweifeln an der Stabilität einer Regierung mit knapper Mehrheit: "Wir werden zeigen, dass Ein-Stimmen-Mehrheiten dafür erfunden wurden, dass man sie fünf Jahre durchhält." Erste Sondierungsgespräche soll es schon diese Woche geben.

Die FDP will keine Ampel, die Grünen kein Jamaika
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12 Kommentare zu "Schleswig-Holstein: Kieler Piraten machen der SPD ein Angebot"

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  • @Anonymer Benutzer: horseman

    Die Piraten sind Intrigantenn und Brandstifter, Diese trüben Funzeln haben in der politischen Landschaft nichts zu suchen.

    ----

    POPCORN, CHIPS, COLA, KONFEKT......

    Parteien die es geschafft haben die Bundesrepublik mit 380 % des BIP an die Wand zu fahren, sollten vielleicht nicht den lauten machen.


  • in der Piratenpartei sitzt Angelika Beer...
    Die ist doch nicht doof... Kennt ihre grün-rotberockten "Pappenheimer im politischen Dressing" aus ihrer langjährigen Arbeit. So eine schlechte Figur machte sie im Joschka-Hau-Michweg-Beritt auch wieder nicht. Unter diesen "Egomanen göttlicher ewiger Vorhersehung" litten ja alle Öberen.
    Gebt ihnen eine Chance, den Piraten...

  • Womit zeigen Sie dass? Margit.
    Trauen Sie sich denn wenigstens noch aus Ihrer Wohnung?
    Eine Gefahr sind Sie, für die, Dass haben wir immer schon so gemacht, das machen wir auch immer so weiter.
    Macht Ihr nur schön das richtige Kreuzchen... um den Rest kümmern wir uns...

  • Farbenspiele sind keine Politik.
    Die Piraten sind der Spiegel einer neuen Generation Politikwunsch. Welche Ecke oder Farbe man ihnen zugedenkt, nunja, liegt wohl an jeder individuellen Einstellung selbst.
    Gefährlich sind sie, und das ist gut so.

  • @ horseman,
    mit Verlaub; Intigranten und Brandstifter - da braucht man aber in der Parteienlandschaft nicht weit zu suchen und das selbst vor der Piratenzeit.

  • Mit dieser Aussage zeigen die Piraten aber nun endlich, dass nicht bürgerlich liberal sind, wie sie immer sagen, sondern nichts weiter als eine weitere linke Partei.
    Von linken Parteien hat Deutschland genug.
    Warten wir es ab, was die Piraten da machen und wie es wird.
    Ich glaube, das Erwachen der Leute, die denen hinterher rennen wird kommen.
    Ich halte übrigens die Piraten nicht für so harmlos, wie sie hingetellt werden, ich sehe sie sogar als Gefahr

  • Die Piraten haben stets gesagt, daß sie themenbezogene Politik machen, und daran wird sich auch nichts ändern. Die Wahl eines bestimmten Ministerpräsidenten zu unterstützen bedeutet noch lange nicht, en bloc für ein Gesetz zu stimmen, gegen das man sich eingesetzt hat - es bedeutet lediglich, einem Kandidaten die Möglichkeit zu geben, eine Regierung zu bilden. Die Piraten werden nie dem Fraktionszwang huldigen, aber ebensowenig werden sie eine Vorlage blockieren, nur weil sie vom politischen Gegner kommt. Solches "Kindergarten-Trotzverhalten" überlassen die Piraten gerne den etablierten Parteien; Erwachsene können anders miteinander umgehen. :)

  • Die Piraten sind Intrigantenn und Brandstifter, Diese [...] haben in der politischen Landschaft nichts zu suchen. Mich überkommt fast Mitleid, wenn ich diese getriebenen Tollpatsche im politischen Pozellanladen beobachte. Je schwachsinniger die Sprüche, desto größer der Wahlerfolg. Dieser Kindergartenverein gehört auf dem politischen Müllhaufen.

    [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

  • Sie wollen die anderen Parteien zu Gesprächen einladen und Inhalte abklopfen! Danach entscheidet jeder Pirat für sich ob er zustimmt oder nicht! Dass ist kein packtieren.
    Zumal sich die Piratenpartei ausdrücklich gegen den ESM ausspricht.

  • Ganz einfach: Wer mit den Blockparteien paktiert, die den diktatorischen ESM durchdrücken wollen, ist nicht besser als die Blockparteien selbst. Oder einfach nur dumm!

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