Schleswig-Holstein wehrt sich
Merkel sieht Elite zurecht im Süden

Nach der Auswahl dreier süddeutscher Hochschulen als erste deutsche „Elite-Unis“ ist eine forschungspolitische Standortdebatte entbrannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich hinter die Auswahl - Schleswig-Holstein erhebt wegen des Verfahrens schwere Vorwürfe.

HB BERLIN. „Wenn der Süden besser ist, dann ist er es“, betonte Merkel am Samstag bei einem Festakt im baden-württembergischen Uhingen. Dies müsse auch ausgesprochen werden können. Die ausgewählten Universitäten in München und Karlsruhe hätten die Entscheidung verdient. Dies sei auch durch die „langfristige Politik“ in Bayern und Baden-Württemberg ermöglicht worden.

Mit Blick auf den weiteren Fortgang des Wettbewerbs, bei dem bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zu vergeben sind, sagte Merkel „noch manchen Kampf“ voraus. Forderungen, die Mittel nach dem „Gießkannenprinzip“ gleichmäßig zu verteilen, erteilte sie eine Absage. Deutschland müsse sich zu seiner Exzellenz bekennen, forderte die Kanzlerin.

FDP-Vize Cornelia Pieper monierte, den ostdeutschen Hochschulen fehlten immer noch „faire Möglichkeiten“, um die jahrzehntelangen Wettbewerbsnachteile aufholen zu können. Das müsse der Bewilligungsausschuss aus Bildungsministern und Wissenschaftlern künftig stärker berücksichtigen. Pieper warnte zugleich davor, wegen der sinkenden Studentenzahl in den neuen Ländern auch die Finanzmittel zu kürzen.

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