„Schmarrn“

CSU rudert bei umstrittener Forderung zurück

Selbst in den eigenen Reihen ist die Empörung groß: Zuwanderer sollen auch daheim in der Familie Deutsch sprechen, hatte die CSU gefordert. Nun schwächt sie ihren Antrag ab. CDU-Chefin Merkel will erst einmal abwarten.
Update: 08.12.2014 - 14:53 Uhr 11 Kommentare

Gabriel nennt CSU-Forderung „politische Verwirrtheit“

MünchenDie CSU will ihre Forderung abschwächen, Zuwanderer sollten in der Familie Deutsch sprechen. „Es muss jeder zu Hause sprechen können, wie er möchte“, sagte CSU-Vize Peter Gauweiler am Montag vor der Sitzung des Parteivorstands in München.

Der umstrittene Satz im Leitantrag für den Parteitag Ende der Woche in Nürnberg müsse umformuliert werden. Auch die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte: „Wir müssen uns über die Formulierung noch etwas Gedanken machen.“

Im bisherigen Entwurf für den Leitantrag heißt es: „Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen.“ Der Satz hatte bundesweit Empörung ausgelöst, selbst in den Reihen der CSU.

Der Grundgedanke des Antrags sei richtig, sagte Hasselfeldt. „Es ist unbestritten, dass Sprache für Integration das Allerwichtigste ist.“ Die Aufforderung, in der Familie Deutsch zu sprechen, will Hasselfeldt nicht als Pflicht, sondern als „Motivation und Anregung“ verstanden wissen. „Nicht alles, was wünschenswert ist, muss in ein Gesetz mit Vorschriften und Kontrolle münden.“ Man wolle vielmehr eine Diskussion in der Öffentlichkeit anstoßen.

Generalsekretär Andreas Scheuer betonte, der Leitantrag bleibe in seiner Grundausrichtung bestehen: „Sprache ist der Schlüssel für eine gelungene Integration.“ In der Partei habe man den Antrag bereits breit diskutiert, auch der Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer habe die Formulierung vorab erfahren. Neumeyer hatte den Vorschlag in der „Süddeutschen Zeitung“ als „Schmarrn“ bezeichnet.

SPD-Chef spricht von „politischer Verwirrtheit“
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11 Kommentare zu "„Schmarrn“: CSU rudert bei umstrittener Forderung zurück"

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  • Man bekommt ohnehin den Eindruck, Menschen aus einem bestimmten Land pflegen eine Kultur des bewußten Beleidigtseins. "Hallo Bruder, wurdest Du heute auch schon beleidigt?" "Ja, voll krasse ey, der Antrag auf Wohngeld war voll auf deutsch!" Von mir aus können sie beleidigt sein, wie sie wollen, das macht mir nichts aus. Das Problem ist, daß es hier viele Gutmenschen gibt, die meinen, daß dieses Beleidigtsein zurecht existiert und daß man etwas dagegen tun müßte und den Beleidigten gebratene Tauben in den Mund stecken soll. Muß man nicht, man kann die Beleidigten und ihr Beleidigtsein auch einfach ignorieren. Die sollen aus ihrer gemütlichen Schmollecke herauskommen, sich anstrengen, deutsch lernen, sich integrieren, den Erdogan einen guten Mann sein lassen und wieder nach Hause fahren. Und bei der Retoure bitte Fatima R. mitnehmen.

  • Die CDU/CSU = Regierung will das Ausländer in der Familie deutsch reden. Was ist mit unserer Zweisprachigkeit? Und was machen die Politiker/Politik, Ämter, Gemeinwesen, Behörden usw.?? Sie wollen unbedingt, das diese Leute nicht in deutsch in Deutschland verkehren. Jeden Schriftverkehr, Mitteilungen, Anweisungen bringen Sie in 100 Sprachen heraus und versenden die Formulare/Aushänge. Warum sollen also Ausländer in Deutschland deutsch reden/schreiben usw.??????

  • @ Herr Wulf BAER

    Sie schreiben :
    @carlos.
    Sagen Sie uns doch bitte einmal, was Sie in dem Land, aus dem Sie kommen, an Sozialhilfen bekommen würden und was ein Deutscher in Ihrem Heimatland an Sozial-Hilfe erhalten würde.

    ----
    ----

    Obwohl ich nichts von dem Land wissen will wo ich her komme...

    wird dort auch niemanden gesagt dass man sich integrieren soll...

    wird dort niemanden ausgerechnet dass wenn man sich integriere man dann bessere Chancen hätte...

    und dort wo ich herkomme ( PORTUGAL ) dürfen sogar RUSSEN in die EU herein durch Portugal da wenn diese eine Wohnung und einen Arbeitsvertrag nachweisen können ...diese dann sogar in Portugal arbeiten und Leben dürfen wie ein EU Mitglied...

    und ( wozu ich auch dagegen bin ) wenn Sie eine Immobilie in Spanien für eine Million € erwerben dann erwerben sie automatisch die Staatsangehörigkeit...

    oder wenn Sie in Portugal Arbeitsplätze beschaffen erhalten sie ebenso die portugiesische Staatsangehörigkeit.

    WER WILL SOZIALABGABEN ?...ich habe 30 Jahren eingezahlt und bekomme jetzt weniger als die Sozialhilfe-Bezieher die zu derer Zeit wo ich einzahlte bezogen haben.

    damals gab es Farbfernseher...Kleidergeld...Mutter und Kind Urlaub... alles auf kosten der Sozialhilfe...

    und ich habe da nie gemeckert dagegen.

    Anfangs habe ich 1000 DM monatlich netto verdient und Sozialhilfe für nichts tun war 1200 DM.

    Bin damals von Arbeitslosen ausgelacht worden.

    Wenn Sie in eine Versicherung einzahlen und diese Versicherung dann benötigen dann wollen Sie es auch bekommen.

    Menschen die nie in Deutschland in die Rente oder arbeitslosen Kassen eingezahlt haben...
    haben zu damalige zeit mehr vom deutschen Staat erhalten als ich heute nach 30 Jahren einzahlen.

    WER WILL SOZIALHILFE ? - ICH NICHT !!!

    Aber finden Sie mal heute als über 40 noch einen regulär bezahlten Arbeitsplatz.

    Nicht einmal mehr als 400€-Jobber beim MC Donalds bekommen Sie einen Job.

    Soll ich jetzt froh sein ???

    Oder mich mit Drittländer vergleichen ???

  • "Shitstorm besteht meist aus beliebig viel Shit!"
    Oh ja, und in diesem Fall ganz besonders,passend zu den Zuständen in den einseitig ausgerichteten Massenmedien. Da ist es eben so herrlich opportun (und auch dämlich), wieder mal auf Bayern per se einzuschlagen.
    Natürlich ist die Forderung absolut richtig, denn wer es wirklich ernst meinen -->würde<-- mit der Integration, hat selbst ein Interesse daran die Sprache des Landes zu lernen, in dem man lebt. Was spricht dagegen, dann diese Sprache auch zuhause zu sprechen und damit seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. (Es sei denn, man habe kein Interesse daran, weil man das Land irgendwann sowieso übernehmen wird).

  • @carlos.
    Sagen Sie uns doch bitte einmal, was Sie in dem Land, aus dem Sie kommen, an Sozialhilfen bekommen würden und was ein Deutscher in Ihrem Heimatland an Sozial-Hilfe erhalten würde.

  • Ein Zuwanderer ohne Kenntnis der Landessprache seiner neuen Heimat ist ein Unding und geht eigentlich nur in den Chinatowns oder in den Wohngebieten überwiegend türkischer oder sonstiger arabischer Bevölkerung, und da auch nur bei den blöden Deutschen.

    Die Forderung der einfältigen CSU ler sollte also lauten: Überhaupt Deutsch sprechen lernen - aber wenns geht, nicht auf unsere Kosten - was die Leute dann zu Hause sprechen, ist ihre Sache.

    Gerade aus dem Land der Dialektiker ist natülich die Forderung, zu Hause Deutsch zu sprechen, natürlich barer Unsinn, denn die Bayern können überhaupt kein Deutsch.

    Wenn man sich das Deutsch der Bayern anhören muß, möchte man am liebsten auf der Sau fortreiten.

  • Zuwanderer sollen auch daheim in der Familie Deutsch sprechen, hatte die CSU gefordert.

    ---------------------------------------

    Als Gastarbeiter-Kind...seit 40 Jahren in Deutschland...

    machte ich mich der deutsche Sprache mächtig...

    machte ich einen Schulabschluss mächtig...

    machte mir eine 3 jährige Berufsausbildung mächtig...

    machte mich mit deutsche Traditionen bekannt...

    mit andere Worte ich wollte die deutsche Staatsbürgerschaft haben und musste mir 1986 beim Rathaus nach Abgabe des ursprungspass und den Antrag auf die deutsche Staatsangehörigkeit vom dortigen Beamten beim verlassen des Zimmers im Rathaus fragen lassen :

    2 Wozu wollen sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben, dass man deutsche Papiere hat heißt nicht dass man deutscher ist ! "

    daraufhin drehte ich mich schockiert um...ging auf dem beamten hinter dem Schreibtisch zu und bat Ihm mir nochmal die Papiere bitte zu geben was dieser auch tat...daraufhin nahm ich mein ausländischen pass wieder an mich und habe den Antrag zerrissen.

    Vergleicht man in Deutschland selbst die Perspektivlosigkeit von deutsche Bürger die hier in Deutschland in mehrere Generationen bereits DEUTSCHE sind...da fragt man sich was einen noch oder ehemaligen Ausländer noch positives erwartet.

    Wenn nicht einmal echte deutsche eine Chance haben...

    dass die deutsche Sprache voll beherrschen eine Zukunftsperspektive für sich erkennen...

    welchen unterschied macht es dann aus welche Sprache MAN IN DEN EIGENEN VIER WÄNDE spricht ???

    Welche Vorteile hat ein 50 Jähriger der immer gearbeitet hat und Hartz4 Bezieher wurde...

    gegenüber einen Hartz4 Bezieher der nie gearbeitet hat ?

    Egal welche Partei ...
    egal welches EU-Mitgliedsland...

    die EU ist ausverkauft und am Ende...

    dabei ist es egal ob studierter bist...

    oder nichts tuender der gar nicht einmal eine Sprache lernen will...

    wo und bei was ist in der EU noch Zukunft ???




  • Solange jemand so gut das Deutsche beherrscht, daß er sich auf Deutsch gut mit Mitbürgern, Behörden etc. verständigen kann, darf sich gerne auch in seiner Muttersprache verständigen, wenn das Gegenüber diese beherrscht. Ich habe nichts dagegen, im Bus Türkisch, Englisch, Chinesisch oder eine andere Sprache zu hören.

    Schließlich sind wir (noch) ein freies Land (?)

    Was jemand daheim redet, ist mir vollkommen egal.

    Insbesondere sollten die meisten Bayern endlich Deutsch lernen.

  • CSU rudert bei umstrittener Forderung zurück!

    Wenn Franz Josef Strauß dies sehen könnte, er würde sich im Grab umdrehen, und die Führungsriege der CSU zum Teufel jagen.

    Was für Nichtskönner sind bei der CSU am Ruder?

  • Ein Shitstorm besteht meist aus beliebig viel Shit!

    Die Formulierung "„Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen.“ " ist absolut richtig. Nur die neunmal-klugen Verbotsleute machen daraus, dass das ein Zwang mit Kontrolle sein muss. Das zeigt mehr über diejenigen, die das verbreiten, als über die CSU.

    Wir haben hier nunmal Leute, die 20 Jahre in Deutschland leben und sich nicht vor die Tür trauen, weil sie sich überhaupt nicht verständigen können. Das ist gerade bei türkischen Frauen auch kein Einzelphänomen. Ich habe auch in Deutschland lebende Ausländer kennen gelernt, die absolut gezielt versuchen sich einen Bekannten- und Freundeskreis aufzubauen, der nicht im Kern aus Landsleuten besteht, mit dem Ziel sich gut zu integrieren und die dazu notwendigen Fähigkeiten auch zu erlernen. Die fremde Sprache zu Hause zu üben, kann da auch nur helfen!

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