Schnelle Entscheidung in der K-Frage
Koch kürt Merkel zur Kanzlerkandidatin

Laut Roland Koch ist die Entscheidung gefallen: Angela Merkel wird Kanzlerkandidatin der Union. Sollte der hessische Ministerpräsident Recht haben, könnte ab Herbst zum ersten Mal eine Frau die Regierungsgeschicke in Deutschland leiten. Einer Umfrage zufolge erhielten CDU/CSU und FDP bereits heute eine klare Mehrheit.

HB BERLIN. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte am Montag vor einer CDU-Präsidiumssitzung in Berlin, „von keinem in der Union werden sie etwas anderes hören, als dass Angela Merkel unsere Kandidatin ist“. Auch Hamburger Bürgermeister Ole von Beust sagte, es würde „sehr eindeutig“ auf Angela Merkel hinauslaufen.

Merkel ging auf diese Äußerungen vor der Sitzung nicht direkt ein. Sie verwies darauf, dass es am kommenden Montag eine gemeinsame Sitzung der Präsidien von CDU und CSU geben werde. Dort würden die Personal- und Sachfragen geklärt werden.

Auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte erklärt, es würde ihn überraschen, wenn Merkel nicht zur Kandidatin ausgerufen würde. Koch hatte zuvor betont, er gehe davon aus, dass auch die „Kollegen von der CSU“ in der Frage der Kanzlerkandidatur genauso dächten wie die CDU-Spitze.

Die Zeichen für die erste deutsche Kanzlerin stehen gut. Eine Blitzumfrage der ARD sieht die Union bei den Neuwahlen klar vorn. CDU/CSU und FDP bekämen demnach eine klare Mehrheit, wenn bereits heute der neue Bundestag gewählt würde.

Derzeit könnten die Unionsparteien im Bund mit 46 Prozent der Stimmen rechnen, teilte die ARD am Sonntagabend unter Berufung auf die Umfrage mit. Die unmittelbar nach dem Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen und der Ankündigung von Kanzler Schröder erhoben wurde, die Bundestagswahl um ein Jahr auf diesen Herbst vorziehen zu wollen.

Die FDP erhielte acht Prozent. Die SPD bekäme 29 Prozent der Stimmen, ihr Koalitionspartner Grüne acht Prozent. Die PDS liegt demnach bei vier Prozent. 67 Prozent der Befragten befürworteten die Entscheidung über vorgezogene Neuwahlen.

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