Schock in Brandenburg
Grünen Schatzmeister veruntreut 200 000 Euro

Bisher waren die Grünen in Brandenburg von 40.000 Euro veruntreutem Geld ausgegangen, doch nun der Schock: Ihr Ex-Schatzmeister Christian Goetjes hat sich wohl mehr als viermal so viel Geld erschlichen.
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Potsdam Einer Rechnungsprüfung zufolge soll der 33-Jährige den Landesverband um rund 202.000 Euro gebracht haben. Er sei "mit offensichtlich krimineller Energie systematisch" vorgegangen, teilte der Vorstand den Mitglieder am Dienstag mit. Die Partei war bisher von rund 40.000 Euro ausgegangen. "Staatsanwaltschaft und Polizei haben wir über die neuen Erkenntnisse informiert", sagte Grünen-Landeschef Benjamin Raschke der Nachrichtenagentur dpa in Potsdam.

Seine Partei hatte den Fehlbetrag erst entdeckt, als Goetjes im Februar plötzlich verschwunden war. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt seitdem wegen Untreue. Nachdem Goetjes wochenlang nicht erreichbar gewesen war, tauchte er Ende März in Berlin auf und wurde festgenommen. Er kam aber wieder frei, da der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Laut Staatsanwaltschaft erfüllt Goetjes diese Auflagen. Die neuen Angaben zum Schadensausmaß hätten darauf keinen Einfluss.

Nach Erkenntnissen des brandenburgischen Grünen-Vorstands hat Goetjes die Partei systematisch betrogen und gefälschte Kassenberichte vorgelegt. "Auch der Haushalt beruhte auf falschen Zahlen", so Raschke. Rücklagen für den Landtagswahlkampf 2014 von rund 140.000 Euro sollen aber wie geplant gebildet werden können. Als Konsequenz werden nun die Regeln für die Kassenführung verschärft.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schock in Brandenburg: Grünen Schatzmeister veruntreut 200 000 Euro"

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  • Hehe, genau das hab ich auch gedacht. Aber wie man sieht, sind die anderen Parteien, selbst die Linken, da schon etwas weiter und weit weniger populistisch.

    Daran sollten sich die Grünen ein Beispiel nehmen.

  • Müsste jetzt nicht die Stelle kommen, an die Grünen den Rücktritt des Vorstandes und sämtlicher Minister fordern, hätte sich dies bei der FDP zugetan?

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