Schritt für Schritt
Merkel erwägt Atomausstieg bis 2022

Die Bundesregierung plant nach einem Medienbericht einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft in den Jahren 2018 bis 2022.Anfang Juni soll der Atomkompromiss mit den Ministerpräsidenten aller Länder beraten werden.
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DüsseldorfBundeskanzlerin Angelea Merkel plant einen schrittweisen Atomausstieg von 2018 bis 2022. Dabei soll es ein kombiniertes Modell aus Reststrommengen und einem endgültigen Enddatum für jedes Kernkraftwerk geben. Die ältesten Meiler sollen nicht mehr ans Netz gehen.

Dieses Vorgehen sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) favorisieren, berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise.

Aus rechtlichen Gründen müsse den Versorgern Zeit für den Ausstieg gegeben und auch die Übertragung von Reststrommengen in begrenztem Maße erlaubt werden, hieß es dem Bericht zufolge.

Außerdem müsse zu jedem Zeitpunkt die Stromversorgung in „gesicherter Leistung“ garantiert werden. Das spreche für einen schrittweisen Ausstieg. Die von der Regierung eingesetzte Ethikkommission zu den Risiken der Atomkraft will ihre Empfehlungen am 28. Mai in Berlin vorstellen.

Laut „Rheinischer Post“ will Merkel Ende Mai mit Vertretern von SPD und Grünen sowie einiger Wirtschaftsverbände über die Energiewende beraten.

Ein gesondertes Treffen mit den Spitzen der vier großen Energiekonzerne sei allerdings nicht geplant. Am 3. Juni soll der Atomkompromiss mit den Ministerpräsidenten aller Länder beraten werden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schritt für Schritt: Merkel erwägt Atomausstieg bis 2022"

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  • In der ganzen Auseinandersetzung um den ATOM ausstieg, macht die CDU einen erbärmlichen Eindruck.
    Nun zeigt sich die späte Rache Helmut Kohl an der CDU, sein ehemaliges Mädchen, ist nicht in der Lage, eine Regierung noch unser Land zu führen.
    Ihre Politische-Ausbildung bei Honecker und H. Kohl, haben ihr nicht geholfen, unserem Land und Volk, Wohlstand und ruhe sowie Anerkennung in der Welt zu bringen.
    Deshalb meine Forderung, weg mit dieser Kanzlerin und ihrem Hofstaat.
    Danke

  • Ein Schlag ins Gesicht für den Investitionsstandort Deutschland. Wer glaubt, dass Ökostrom bis 2022 günstig wird, wird sich noch die Augen reiben.
    Auch der Sache "weltweite Abschaltung von AKWs" ist ein Deutscher Alleingang alles andere als förderlich, da müssten andere Länder miteinbezogen sein.
    Von einer CDU hätte ich mehr Weitsichtikeit erwartet. Die Amis haben es nicht geschaft, Deutschland wirtschaftlich abzuhängen, dafür schaufeln wir uns jetzt unser eigenes Grab. Zurück in die Steinzeit mit Energie aus Wind, Wasser und Hamsterrädern!

  • Ein Schlag ins Gesicht für den Investitionsstandort Deutschland. Wer glaubt, dass Ökostrom bis 2022 günstig wird, wird sich noch die Augen reiben.
    Auch der Sache "weltweite Abschaltung von AKWs" ist ein Deutscher Alleingang alles andere als förderlich, da müssten andere Länder miteinbezogen sein.
    Von einer CDU hätte ich mehr Weitsichtikeit erwartet. Die Amis haben es nicht geschaft, Deutschland wirtschaftlich abzuhängen, dafür schaufeln wir uns jetzt unser eigenes Grab. Zurück in die Steinzeit mit Energie aus Wind, Wasser und Hamsterrädern!

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