Schrittweiser Ausstieg
Greenpeace feiert Merkels Atomplan - SPD stellt neue Bedingungen

Lob von ungewöhnlicher Seite: Greenpeace hat es begrüßt, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die deutschen Atomkraftwerke schrittweise abschalten will. Auch die Grünen sind zufrieden. Die SPD will aber nicht nur loben.
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Berlin

Im Rahmen des Atomausstieges sollen weitere Reaktoren schrittweise ab 2015 vom Netz genommen werden. Auf diesen Fahrplan einigten sich Vertreter von Bund und Ländern am Freitag bei einem Treffen in Berlin. Die sieben ältesten Atomkraftwerke wie auch das AKW Krümmel bleiben demnach abgeschaltet. "In den Jahren 2015, 2017 und 2019 sollen weitere Atomkraftwerke vom Netz gehen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit den 16 Ministerpräsidenten. In den Jahren 2021 und 2022 sollten jeweils drei Meiler folgen. "Für jedes Atomkraftwerk wird ein Enddatum zugeordnet werden." Am Abend billigte auch der Koalitionsausschuss den Plan. so dass das Kabinett am Montag die Vorhaben beschließen kann.

Mit der Vereinbarung setzten die Bundesländer ihre zentrale Forderung nach einem schrittweisen Ausstieg mit verbindlichen Daten durch, auf die sie sich am Freitag bei einem gesonderten Treffen geeinigt hatten. "Es besteht die Möglichkeit zu einem breiten parteipolitischen Konsens", sagte die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), in der gemeinsamen Pressekonferenz.

Nach Informationen von Spiegel Online soll das AKW Grafenrheinfeld im Jahr 2015 abgeschaltet werden. Es folgen demnach zwei Jahre später Gundremmingen B und 2019 Philippsburg 2. 2021 sollen die Meiler Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C vom Netz gehen. Schließlich werden dem Bericht zufolge im Jahr 2022 Isar 2, Neckarwestheim zwei und Emsland abgeschaltet.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen äußerte sich nach dem Koalitionsausschuss zufrieden. Der Wille zum Konsens sei erfreulicherweise da, erklärte der CDU-Politiker. Die Atomenergie habe wie keine andere Frage Deutschland gespalten.

Die SPD stellte derweil neue Bedingungen für eine Zustimmung zu Merkels Plänen. "Nach all den Tricksereien der Konzerne und auch von Merkel selbst muss der Atomausstieg unumkehrbar gemacht werden - zum Beispiel durch einen Staatsvertrag oder eine Grundgesetzänderung", sagte der Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Ulrich Kelber, Handelsblatt Online

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  • Die Mehrheit der deutschen Presse darf so etwas nicht bringen.
    Wir haben in großen Teilen eine Systempresse, ganz wie in der DDR.
    Da steht nur das, was das Politbüro frei gegeben hat.
    Will ich die richtige Wahrheit lesen, kaufe ich mir eine Schweizer Zeitung oder eine aus Frankreich.

  • Selbstverständlich wird die Politikverdrossenheit wieder zunehmen und zwar gewaltig. Zu sehen war das schon vor 14 Tagen in Bremen, wo nur noch 54% zur Wahl gegangen sind.
    Es sit vor allem das Bildugnsbürgertum und die Mittelschicht, die sich abwenden.
    Sie vergessen, dass Fischer Deutschland wieder in den Krieg geschickt hat. Und Eloquenz alleine reicht nicht. Damit wickelt man nur kurzfrstig Leute ein, danach bleibt ein sehr fahler Geschmack
    Und ja, Kretschmann wird versagen und die Grünen werden wieder bei 6% landen.
    Der Bahnhof in Stuttgart wird weiter gebaut, die Atomdebatte wird jetzt enden und ein anderes Thema haben die Grünen nicht.
    Mit ihrem MultiKulit-Schmus können sie nicht mehr so punkten, dafür hat, Gott sei Dank, Sarrazin gesorgt. Und die Bevölkerung hat es auch satt, ständig von Migranten ins Koma geprügelt oder angepöbelt zu werden.
    Also was bleibt den Grünen? Nichts, ausser sozialistischer Hetze.
    Und Merkel ist natürlich logischerweise auf die Spur der Grüneng gegangen, da sie mit ihnen ab 2013 koalieren will, um dann die bereits
    begonnene Diktatur in Deutschland zu vollenden.
    Alles klar?
    Träumen Sie also weiter. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

  • @ Buerger
    Wissen Sie, die Turnschuhe hätten mich nicht gestört, aber wie mein Vorredner sagte, er war und ist immernoch kriminell. Ich bin auch dafür dass jeder eine 2. Chance verdient hat, aber Fischer hat ja auch die Grenzen für Osteuropäische Prostituierte und Zwangsarbeit geöffnet.

    Mich stört vor allem, dass er seine Ideale, falls sie denn je existiert haben, verraten haben. Seine erste Vereidigung war in Jeans und Turnschuhen, seine letzte im Maßanzug. Sein erstes Dienstfahrzeug war ein rostiges Fahrrad, sein letztes eine verchromte Limousine, und und und.

    Ich war bisher, mit einer Kommunalwahl Ausnahme, die ich schlichtweg vergessen habe, bei jeder Wahl und habe meine Kreuze ordnungsgemäß gemacht. Daran wird sich auch nichts ändern.

    Ich werde jetzt mal persönlich: Überarbeiten Sie bitte mal Ihre Grammatik. Ein Verstehen Ihre Aussagen wird auch ddurch fehlerhafte Verwendung der Klammern erschwert. Und "a priori" wird ohne vorheriges "von" verwendet.

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