Schröder betreibe eine Politik gegen seine Wähler
Verdi-Chef Bsirske hält Schröder für gescheitert

Kanzler Schröder sei gescheitert, sagt Verdi-Chef Bsirske. Gemessen an den selbstgesteckten Zielen habe er nichts erreicht als die SPD-Stammwähler zu verschrecken.

HB BERLIN. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder harsch kritisiert. Der sei gescheitert, sagte Bsirske der «Welt am Sonntag» - «gemessen an seinem Anspruch, Beschäftigung zu schaffen, die Arbeitslosigkeit zu senken und die Konjunktur in Schwung zu bringen». Zudem habe Schröder sein Ziel verfehlt, «die eigene Wählerschaft zu überzeugen und darüber hinaus Zustimmung zu gewinnen».

Bsirske warf dem Kanzler vor, mit seiner Reform-Politik habe er die eigene Stammwählerschaft derart verschreckt, dass noch nicht mal mehr diese die SPD unterstütze. «Quer durch die Republik» wählten Arbeiter nicht mehr mehrheitlich die SPD. Dafür sei vor allem Schröder verantwortlich, so der Verdi-Chef. «Die Verantwortung trägt die Regierung selbst, die eine Politik macht, bei der die SPD ihre Identität verliert», zitiert ihn die «Welt am Sonntag». Die Regierung betreibe eine «Politik, die sich gegen ihre Stammwählerschaft richtet».

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