Schröder: Generationenvertrag neu austarieren
Nullrunde für Rentner?

Nach Ansicht von Bundeskanzler Gerhard Schröder müssen sich die Rentner auf eine Nullrunde einstellen. Vom nächsten Jahr an müssten die Rentner damit rechnen, dass ihre Altersbezüge nicht mehr so wachsen wie bisher.

Reuters HALLE. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den Rentnern in Deutschland eine Nullrunde in Aussicht gestellt. „Es sieht sehr danach aus, dass wir keine Zuwächse versprechen können“, sagte Schröder auf einer Veranstaltung der SPD-Senioren am Mittwoch in Halle

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Der SPD-Vorsitzende sagte, schon vom nächsten Jahr an müssten die Senioren damit rechnen, dass ihre Altersbezüge nicht mehr so wachsen wie in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Der Kanzler plädierte dafür, den Generationenvertrag neu auszutarieren: „Lasst uns einen gerechten Ausgleich schaffen zwischen Alt und Jung.“ Es könne nicht sein, dass die Lasten der demographischen Entwicklung allein jungen Familien aufgebürdet werde. Schröder kündigte für Mitte Oktober ein Rentenreformkonzept der Regierung an.

In der Bundesregierung gibt es schon seit längerem eine Debatte darüber, ob es 2004 eine Nullrunde für die Rentner geben soll. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte dafür ebenso plädiert wie der grüne Koalitionspartner. Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) hat sich dies aber immer offen gehalten. Im Berliner Sozialministerium war darauf hingewiesen worden, dass der Anstieg - etwa wegen der Abschläge durch die Riester-Rente - ohnehin so gering sein würde, dass eine Verschiebung der Rentenerhöhung kaum Einsparungen mit sich bringen würde.

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