Schröder hält an Zusatzversicherung für Zahnersatz fest
Schröder gegen Änderungen beim Zahnersatz

Bei der geplanten Zusatzversicherung für Zahnersatz will Kanzler Schröder keine Änderungen vornehmen. Er wies Forderungen zurück, den mit der Union erzielten Kompromiss wieder aufzukündigen.

HB BERLIN.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hält an der mit der Union verabredeten Einführung einer Zusatzpflichtversicherung für Zahnersatz fest. Wenn man im Vermittlungsverfahren eine Regelung erzielt habe, müsse man sich daran halten, auch wenn einem einige Punkte nicht gefielen, sagte Schröder dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

Das Konzept sieht vor, dass alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen vom nächsten Jahr an den Zahnersatz für etwa acht Euro monatlich separat versichern müssen.

Unions-Fraktions-Vize Horst Seehofer (CSU) schlug dagegen vor, den Zahnersatz lediglich für junge Versicherte unter 25 Jahren aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen zu streichen. Diese würden so mit den Jahren immer stärker entlastet, sagte der Sozialexperte der Zeitung «Die Welt». Alle anderen könnten dann weiterhin die gleichen Leistungen erhalten wie bisher.

Die CDU lehnt den Vorschlag Seehofers ab. Sozialexperte Andreas Storm (CDU) sagte laut «Bild»-Zeitung: «Was die Beitragshöhe betrifft, gibt es keinen Änderungsbedarf.» Im Konsens zur Gesundheitsreform war vereinbart worden, dass der Zahnersatz nicht mehr reguläre Kassenleistung ist, sondern die Versicherung gesondert bezahlt werden muss - entweder bei den gesetzlichen Kassen oder bei einer privaten Versicherung.

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