Schröder insgesamt zufrieden
Steinbrück hätte sich besseres Ergebnis gewünscht

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) hat Realismus bei der Beurteilung der Ergebnisse der NRW-Konmmunalwahl angemahnt und eingeräumt, dass er sich ein besseres Ergebnis für seine Partei gewünscht hätte. Der Ausgang der Landtagswahl im Mai sei nun „vollkommen offen“. Gerhard Schröder sieht den Nagativtrend gestoppt.

HB DÜSSELDORF. Er habe sich zwei bis drei Prozent mehr für seine Partei erhofft, sagte Steinbrück am Montag in Düsseldorf. „Wir sind definitiv nicht fröhlich bei der SPD, aber wir sind zufrieden.“ Die SPD hoffe nun, bei den Stichwahlen am 10. Oktober einige Mandate hinzu zu gewinnen. Mit Blick auf die Landtagswahl im Mai sagte er, die SPD habe ihr Potenzial bei der Kommunalwahl noch nicht ausgeschöpft. Die Grünen hätten dagegen fast ihr gesamtes Potenzial abgerufen. „Je besser wir mobilisieren, desto besser wird das Ergebnis der Landtagswahl“, unterstrich Steinbrück. SPD-Landeschef Harald Schartau betonte, die rot-grüne Koalition in Düsseldorf habe die feste Absicht, ihre Arbeit fortzusetzen, wenn die Wähler dies ermöglichten. Die SPD habe im Augenblick keinen Anlass, über andere Konstellationen nachzudenken.

Insgesamt haben SPD und CDU trotz Verlusten die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Mai als ermutigend gewertet. Während die SPD eine Trendwende zu ihren Gunsten sah, betonte die Union, zusammen mit der FDP könne sie die Mehrheit stellen. In der CDU wurde jedoch auch Kritik an der Parteiführung laut.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagte am Montag in Berlin, die SPD habe ihren negativen Trend bei Wahlen auch dank der umstrittenen Reformpolitik stoppen können. Generalsekretär Klaus Uwe Benneter sagte, damit seien die Chancen für die Landtagswahl gewachsen. Auch das Umfrageinstitut Forsa sieht das Rennen für die Landtagswahl wieder offener. Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) wertete die Kommunalwahl nicht als schlechtes Vorzeichen für ihre Landtagswahl im Februar. CDU-Chefin Angela Merkel betonte, ihre Partei habe es geschafft, in NRW die stärkste Kraft zu bleiben.

„Das (Ergebnis) zeigt, dass die SPD - wenn sie zu den Reformen steht, und das ist in Nordrhein-Westfalen geschehen - sich stabilisiert“, sagte Schröder. Die SPD könne ganz zufrieden sein, auch wenn die kein glanzvolles Ergebnis sei. Schröder zeigte sich zuversichtlich, dass bei den Stichwahlen in zwei Wochen vor allem im Ruhrgebiet noch einiges für die SPD zu holen sei. Benneter betonte im ZDF, die SPD habe den Abstand zur CDU verringert. Bis zum Mai müsse die SPD ihre Stammwähler wieder gewinnen. Auch der Parteivorsitzende Franz Müntefering sprach von einer guten Ausgangsbasis für die Landtagswahl.

Seite 1:

Steinbrück hätte sich besseres Ergebnis gewünscht

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%