Schröder konnte Veranstaltung fortsetzen
Arbeitsloser nach Kanzlerohrfeige wieder frei

Ein 52 Jahre alter Arbeitsloser hat Bundeskanzler Gerhard Schröder am Dienstagabend bei einer SPD- Wahlveranstaltung in Mannheim geohrfeigt. Der Backpfeifenmann ist seit Februar SPD-Mitglied und soll nun schon wieder aus der Partei ausgeschlossen werden. Der Kanzler konnte nach dem Angriff weiter am Europafest der baden-württembergischen SPD teilnehmen.

HB MANNHEIM/BERLIN. Schröder habe keine äußerlich sichtbaren Verletzungen erlitten, teilte die Polizei in Mannheim mit. Der Angreifer wurde zunächst festgenommen, aber noch am Abend wieder entlassen. Ein Polizeisprecher begründete dies mit mangelnden Haftgründen. Zudem habe eine ärztliche Untersuchung keine Hinweise auf eine Erkrankung des Mannes erbracht.

Der Tatverdächtige aus dem Großraum Bad Krozingen (Breisgau-Hochschwarzwald) hatte den Kanzler nach Polizeiangaben mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Über seine Motive wurde zunächst nichts bekannt, weil er die Aussage verweigerte. Schröder selbst lehnte am Abend in Mannheim eine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.

Die baden-württembergische SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt sagte am Abend: „Wir werden in dieser Sache natürlich auch strafrechtlich vorgehen.“ Man müsse merken, dass in der Demokratie das Wort zähle und wolle keinem Mut machen, sich aggressiv gegen andere zu verhalten, sagte die Politikerin, die nach eigenen Angaben bei dem Vorfall anwesend war.

Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg sagte, was genau vorgefallen sei, hätten nur ganz wenige mitbekommen. Der Angreifer sei sofort nach der Tat von Personenschützern des Bundeskriminalamtes überwältigt worden, hieß es bei der Polizei.

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