Deutschland
Schröder unterstützt Kopftuchverbot

Bundeskanzler Schröder ist dagegen, dass Lehrerinnen an staatlichen Schulen Kopftuch tragen. Für Schülerinnen soll es seiner Meinung nach aber kein Verbot geben.

HB BERLIN. In einem Presseinterview hat sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in die Kopftuch-Debatte eingeschaltet. Lehrerinnen an staatlichen Schulen müsse die Kopfbedeckung verboten werden, sagte er «Bild am Sonntag». «Kopftücher haben für Leute im staatlichen Auftrag, also auch für Lehrerinnen, keinen Platz». Moslemischen Schülerinnen solle jedoch nicht verboten werden, mit dem Glaubenssymbol Kopftuch im Unterricht zu erscheinen.

Deutschland sei ein säkularisierter Staat, begründete Schröder seine Haltung. Prägend für die deutsche Kultur seien die griechisch-römische Philosophie, die christlich-jüdische Religion und das Erbe der Aufklärung. Er hätte es gutgeheißen, wenn ein entsprechender Hinweis in der EU-Verfassung festgeschrieben worden wäre, so der Kanzler.

Zugleich betonte Schröder, dass gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts letztlich die einzelnen Bundesländer über die Zulässigkeit des Kopftuchs an Schulen entscheiden müssten.

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