Schröder-Vorschlag
Flexible Frauenquote gewinnt Unterstüzung in Union

Die Spitzen der Union unterstützen einen Vorschlag von Familienministerin Schröder zu einer flexiblen Frauenquote. Merkel und Seehofer sollen sich laut einem Medienbericht auf die "Flexi-Quote" geeinigt haben.
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BerlinBundesfamilienministerin Kristina Schröder stößt mit ihrem Vorschlag einer flexiblen Frauenquote in den Führungsspitzen der Unternehmen auf immer größere Unterstützung in der Union. Einem Vorabbericht des "Spiegel" zufolge sollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer bei einem vertraulichen Gespräch auf eine solche "Flexi-Quote" verständigt haben. Mit dem Parlamentskreis Mittelstand hat sich zudem die größte Gruppe in der Unions-Fraktion für dieses Modell ausgesprochen.

Bei der Flexi-Quote sollen sich Unternehmen selbst ein Ziel für die Förderung von Frauen in Führungspositionen setzen. Wird das selbstgesteckte Ziel nicht erreicht, sollen Sanktionen verhängt werden können.

Regierungssprecher Steffen Seibert wollte sich zu dem Gespräch zwischen CDU-Chefin Merkel und Seehofer nicht äußern. Er betonte aber, die Bundeskanzlerin unterstütze Schröder weiterhin bei ihrem Vorhaben zur Durchsetzung eines Stufenplans. "Sie ist davon überzeugt, dass wir mehr Frauen in den Führungspositionen der großen Unternehmen in Deutschland brauchen." Es sei daher Zeit, dass sich die Firmen zu konkreten Selbstverpflichtungen bekennen. Selbstverständlich müssten diese Ziele anspruchsvoll sein.

Der Parlamentskreis Mittelstand der CDU/CSU-Fraktion betonte in seinem Beschluss, die flexible Quote "unterstützt den Wettbewerb zwischen den Unternehmen". Zugleich zwinge sie die Firmen, sich der Diskussion über Zielquoten und Strategien zur Erreichung dieser Zielvorgaben zu stellen. Nur so könne ein Wandel der Unternehmenskultur gelingen.

Gegenspielerin Schröders ist Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Die CDU-Politikerin tritt für eine feste Quote von Frauen in Chefetagen ein. Ihr Sprecher bekräftigte, Ziel sei ein Frauenanteil von 30 Prozent.

Wie der "Spiegel" berichtete, wollen Merkel und Seehofer mit ihrer Einigung zum einen den Unmut derjenigen Frauen in der Unionsfraktion dämpfen, die sich gegen das von der CSU geforderte Betreuungsgeld wenden. Zum anderen sähen sie in der Flexi-Quote ein Kompromissangebot an die FDP. Diese lehnt eine gesetzliche Quote ab. So unterstrich eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), ihr Ressort halte eine gesetzliche Quote nicht für den geeigneten Weg.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Warum weigern sich unsere Politiker für Qualität einzutreten und sind dafür nur für Quote? Es kommt sicher bald der Vorschlag Quote für Politiker: Jeder Politiker muss am Tag 1000 Euro netto erhalten.

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